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Grundschule Falkstraße in Herford: Julia Knöner übernimmt Vorsitz des Fördervereins

Wie der Papa, so die Tochter

Herford

In Zeiten knapper Schulkassen, kommt es mehr denn je auf die Initiative der Eltern an. Doch genau da liegt das Problem – zumindest an der Grundschule Falkstraße in Herford. Immer weniger wollen freiwillig mithelfen. Mit neuen Leuten und neuen Ideen will der Förderverein nach den Ferien durchstarten.

Von Moritz Winde

Gemeinsam für die Grundschule Falkstraße: Leiterin Silke Leuchter, Helmut Knöner, Matthias Welland und Julia Knöner. Foto: Moritz Winde

Julia Knöner ist die Frau, die frischen Wind in die Sache bringen möchte. Rat kann sie sich bei Papa Helmut holen. Der pensionierte Richter hatte vor mehr als 30 Jahren den Förderverein gegründet und die noch heute gültige Satzung verfasst. „Damals gab es eine Menge Widerstand, weil es wohl Neuland war“, erinnert sich der Jurist.

Jetzt soll seine Tochter das weiterführen, was er in den 80er Jahren ins Leben rief. Die 43-jährige Flugbegleiterin hat ein engagiertes Team um sich geschart, das sich für die Belange des Nachwuchses einsetzt. „Wir versuchen überall dort zu helfen, wo Kosten entstehen, die über den Etat des Schulträgers nicht abgedeckt werden“, sagt Julia Knöner.

Ob die Finanzierung der blauen Schul-T-Shirts, die Verschönerung und Pflege des Pausenhofes, Zuschüsse zu Abschlussfeiern der 4. Klassen, die Anschaffung von Spielgeräten, die Kostenbeteiligung an Präventionsmaßnahmen, die Unterstützung der Schulbücherei oder die Bezahlung von Theater- und Präventionsprojekten: Geld und Manpower braucht es an vielen Ecken und Enden, damit alle profitieren.

Genau da hakt es:, denn an beidem fehlt es. „Wir bräuchten pro Schuljahr etwa 1000 Euro“, sagt Schulleiterin Silke Leuchter. Ein Blick auf die Mitgliederzahlen des Vereins zeigt, diese Summe kann durch den jährlichen Mindestbeitrag von sieben Euro nicht zusammenkommen. „Wir haben nur 53 Mitglieder – bei 290 Schülern“, bedauert Julia Knöner, die nun alles daran setzten möchte, dieses Ungleichverhältnis zu ändern.

Damit auch Theaterprojekte finanziert werden können, braucht es Spenden der Eltern. Foto: André Wiebe
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