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Herforder Gedenkstätte Zellentrakt: Ausstellung thematisiert Mitläufertum und Widerstand

Wie hätten Sie sich im NS-Staat verhalten?

Herford

Eine Frau mit einem Schild, auf dem steht: „Ich bin ein deutsches Mädchen und habe mich vom Juden schänden lassen.“ Daneben zwei weitere Frauen, die lachen: Brutaler lässt sich fehlende Empathie gegenüber Ausgegrenzten kaum ausdrücken. Diese Aufnahme ist Teil einer Ausstellung, die in der Gedenkstätte Zellentrakt gezeigt wird.

Eine öffentliche Demütigung, die Frauen rechts scheinen sich zu amüsieren. Diese Aufnahme stammt aus Aurich. Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“, in der es um Mitläufertum und Widerstand in der NS-Zeit geht, ist bis zum 2. Oktober in der Herforder Gedenkstätte Zellentrakt zu sehen.

Einen ersten Anlauf mit der Präsentation „Einige waren Nachbarn“ hatte das Kuratorium bereits im Jahr 2020 gemacht. Das Interesse im Vorfeld sei groß gewesen, es habe viele Anfragen wegen Führungen gegeben, sagt Geschäftsführer Christoph Laue. Doch die Corona-Einschränkungen verhinderten eine breite Resonanz.

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