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Erzbistum Paderborn hat zweite Online-Umfrage gestartet

Wie verändert Corona die Kirche?

Paderborn

Die Erfahrungen der Corona-Zeit werden auch im Erzbistum Paderborn entscheidend sein für die Zukunft der Kirche. Im Anschluss an eine im September 2020 durchgeführte Umfrage können Haupt- und Ehrenamtliche sowie kirchlich Interessierte im Erzbistum von sofort an erneut bei einer Online-Befragung ihre Erfahrungswerte während der Corona-Pandemie mitteilen.

Dr. Katharina Lammers aus dem Bereich Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und Maximilian Schultes aus dem Bereich Pastorale Dienste leiten das Team, das die beiden Befragungen initiiert hat. Foto: Erzbistum Paderborn

Die neue Umfrage soll Entwicklungen und mittelfristige Trends nach dem ersten Lockdown und während der zweiten und dritten Welle der Pandemie erheben sowie die Resultate der ersten Umfrage validieren. Die Ergebnisse der Befragung fließen erneut in den Diözesanen Weg 2030+ als Prozess der künftigen Bistumsentwicklung ein.

Bei der Umfrage im Herbst haben sich innerhalb von zwei Wochen mehr als 1000 Menschen beteiligt. Die zentralen Ergebnisse wurden beim digitalen Diözesantag im November 2020 präsentiert: Ein Großteil der Befragten räumte der persönlichen Seelsorge weiterhin den höchsten Stellenwert ein. Liturgische Angebote und Beteiligungsformate, so ein weiteres Ergebnis, sollten möglichst coronakonform aufrechterhalten werden. Zudem wurde die Corona-Zeit in den Gemeinden laut Umfrage auch als Chance für mittel- und langfristige Strategieplanungen verstanden.

Dr. Katharina Lammers aus dem Bereich Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und Maximilian Schultes aus dem Bereich Pastorale Dienste leiten das Team im Erzbistum Paderborn, das die beiden Befragungen initiiert hat. Mit der Folge-Umfrage geht die Arbeitsgruppe jetzt den nächsten Schritt: „Wir möchten herausfinden, inwiefern Erkenntnisse aus dem ersten Lockdown in den verschiedenen kirchlichen Kontexten bereits umgesetzt wurden“, erläutert Dr. Katharina Lammers. Darüber hinaus gehe es um die Frage, ob neue Handlungsformen etabliert wurden, die auch nach der Pandemie bestehen bleiben.

„Zudem soll die Umfrage überprüfen, inwiefern die Pandemie das eigene Glaubensleben, die Erwartungen an kirchliches Leben, an Gemeinschaft, Liturgie und die Bereitschaft zum Engagement beeinflusst hat“, erklärt Maximilian Schultes. Nicht zuletzt steht als Erkenntnisinteresse der Studie die Frage auf der Agenda, was sich Menschen von Kirche zukünftig wünschen.

Wie bei der ersten Umfrage im Herbst wird auch die aktuelle Befragung in Kooperation mit Professor Dr. Thomas Wienhardt, Professor für Didaktik der Theologie im Fernkurs, Schwerpunkt Praktische Theologie, an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) durchgeführt. Die Umfrage ist bereits gestartet. Die Teilnahme ist bis zum 8. August über den Internet-Link www.pastoraler-fortschritt.org möglich. Die Beantwortung dauert rund 15 Minuten.

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