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Elektrofachmarkt ist nur noch bis Ende März geöffnet – Immobilie wird abgerissen

Wiedenstridt schließt 2022

Delbrück

Die Entscheidung steht fest: Die Delbrücker Unternehmerfamilie Wiedenstridt wird ihren Euronics-XXL-Fachmarkt an der Boker Straße einer Pressemitteilung zufolge zum 31. März 2022 schließen.

Renate Wiedenstridt, Firmengründer Franz-Josef Wiedenstridt, Geschäftsführerin Ina Wiedenstridt, Prokurist Kai Brinkmeyer vor dem Laden an der Boker Straße/Ecke B64. Foto: Wiedenstridt

„Trotz anhaltend guter Umsatz- und Ertragslage“, wie die Familie selbst sagt. Damit ende nach 47 Jahren ein Stück Delbrücker Firmentradition und hinterlasse eine große Lücke in der Einzelhandelslandschaft der Stadt.

Gegründet hatte das Unternehmen Franz-Josef Wiedenstridt bereits im Jahr 1974. Mit den Jahren bauten er es zusammen mit seiner Ehefrau Renate zu einem der führenden Elektrofachmärkte der Region aus. Tochter Ina stieg im Jahr 2000 in den elterlichen Betrieb ein.

Seit 21 Jahren an der B64 ansässig

Seit 21 Jahren ist Euronics XXL Wiedenstridt nun in der markanten, zweistöckigen Immobilie direkt an der B64 ansässig. Dieses Gebäude soll nach Angaben der Familie nun abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden. „Aber letztlich haben wir uns mit dem Vermieter nicht auf eine tragfähige Lösung zur Fortsetzung des Mietverhältnisses in dem neuen Gebäude einigen können“, erläutert Ina Wiedenstridt. „Einen Alternativstandort, an dem Investitionsvolumen und zu erwartender Ertrag in einem wirtschaftlich gesunden Verhältnis gestanden hätten, gab es trotz intensiver Bemühungen nicht“, so die Geschäftsführerin weiter.

Neben 25 Mitarbeitern beschäftigt der Euronics-Fachmarkt auch zwei Auszubildende. Die beiden Azubis können ihre Ausbildung trotz der Geschäftsschließung planmäßig in der Wiedenstridt GmbH beenden. Dafür habe sich, so das Unternehmen, Ina Wieden­stridt bereits eingesetzt. Auch alle anderen Mitarbeiter werde die Firmenleitung bei der Suche nach einer neuen Anstellung aktiv unterstützen.

Ihre eigene berufliche Zukunft lässt Ina Wiedenstridt zum jetzigen Zeitpunkt offen: „Erst einmal geht die Kraft in den nächsten Monaten in unser Unternehmen und in die Unterstützung unserer Mitarbeiter. Danach sehen wir weiter.“

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