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Soforthilfeprogramm des Bundes unterstützt Brandschutzmaßnahme am Denkmal in Vlotho

Windmühle kriegt eine Fluchttreppe

Vlotho

„Ihr Museum wird mit 2350,04 Euro gefördert. Herzlichen Glückwunsch!“: Mit diesen Worten überbrachte die geschäftsführende Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner (CDU) dem Windmühlenverein Exter jetzt eine gute Nachricht.

Stefan Schwartze, Ulrich Sturhahn, Jochen Zülka, Markus Klughardt und Rocco Wilken hoffen, dass der Bau der Fluchttreppe noch in diesem Jahr fertiggestellt wird.

Der Vlothoer Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze (SPD) hatte die in Frage kommenden Museen und Mühlenvereine in seinem Wahlkreis auf Soforthilfeprogramme des Bundes für Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen aufmerksam gemacht. Im Mai hatte der Windmühlenverein dann einen Förderantrag im Programmteil „Heimatmuseen“ gestellt.

Da der Antrag wohl wegen der starken Nachfrage abgelehnt worden wäre, stellte der Verein Mitte Oktober einen neuen Antrag im Programmteil „Landwirtschaftliche Museen“, der nun bewilligt wurde.

„Wir sind dem Deutschen Verband für Archäologie (DVA) sehr dankbar, dass man uns auf die Antragsumstellung hingewiesen hat“, sagt der zweite Vorsitzender Jochen Zülka, der den Förderantrag für den Windmühlenverein gestellt hatte. Bereits im zweiten Jahr begleitet der DVA die Antragsteller des Soforthilfeprogramms bei geplanten Maßnahmen und koordiniert die Verwendung der Mittel im Auftrag des Bundes.

Baukosten sind größtenteils abgedeckt

Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ wurde im Jahr 2020 so stark nachgefragt, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Neuauflage des Programms unter dem Titel „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ beschlossen hatte. Im März startete das Antragsverfahren für den Programmteil „Heimatmuseen“. Nach Aufstockung beträgt das Fördermittel-Volumen für diesen Programmteil 3 Millionen Euro. Neu ist die Erweiterung ab April um den Programmteil „Landwirtschaftliche Museen“. Dieser war mit 2 Millionen Euro ausgestattet. Im weiteren Jahresverlauf wurden weitere 2 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Somit gibt der DVA in diesem Jahr im Soforthilfeprogramm insgesamt 7 Millionen Euro an förderfähige Museen aus.

Der Programmteil „Landwirtschaftliche Museen“ richtet sich an öffentliche und privat getragene Museen in Gemeinden mit bis zu 30.000 Einwohnern. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro.

„Von diesen 7 Millionen Euro bekommen wir mit 2350 Euro zwar nur einen ganz minimalen Anteil, aber wir sind sehr froh, dass damit ein erheblicher Teil unserer Gesamtkosten von rund 3500 Euro für den Bau einer Fluchttreppe am Erdwall der Mühle gedeckt ist“, so Jochen Zülka weiter. Diese Fluchttreppe ist im Bau und soll noch in diesem Jahr fertig werden. Notwendig wurde die Fluchttreppe durch Brandschutzauflagen des Kreises Herford. Dieser hatte die Fluchttreppe im Zusammenhang mit einer baurechtlichen Nutzungsänderungsgenehmigung für die Windmühle zur Auflage gemacht.

Hochzeiten machen Änderung notwendig

„Mit durchschnittlich 40 bis 50 standesamtlichen Hochzeiten in unserer Windmühle mussten wir die baurechtlichen Genehmigungen an diese starke Nutzung des Baudenkmals anpassen“, berichtet Markus Klughardt, dritter Vorsitzender und Leiter des Bauhelferteams an der Mühle.

Mit Fertigstellung der Treppe hofft der Windmühlenverein im kommenden Jahr wieder für alle planmäßigen Veranstaltungen in und um die Windmühle gewappnet zu sein, „soweit mit dem nächsten Frühjahr auch die Coronapandemie ihr Ende finden sollte“. „Glück zu“, kommt es von Jochen Zülka und Markus Klughardt, „wie die Müller sagen!“ Beide hoffen wieder auf zahlreiche Besucher an der Windmühle Exter im kommenden Jahr.

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