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Gemeinde Borchen bewirbt sich um Leader-Förderung

„Wir haben es in der Hand“

Borchen

Der Rat der Gemeinde Borchen hat einstimmig die erneute Bewerbung des Regionalforums „Südliches Paderborner Land“ für das von der EU geführte Leader-Förderprogramm beschlossen.

Von Kevin Müller

Rathaus in Borchen. Foto: Oliver Schwabe

Ralf Zumbrock, Regionalmanager des Forums, stellte in der Sitzung das Programm und die Bedingungen für die Bewerbung vor. Leader bezeichnet die „Vernetzung von Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung des ländlichen Raumes“ und ist Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Das „Südliche Paderborner Land“ besteht neben Borchen aus den Kommunen Salzkotten, Lichtenau, Büren und Bad Wünnenberg und ist bereits seit 2002 eine von aktuell 28 Leader-Regionen in NRW.

Für die nächste Förderphase von 2023 bis 2027 gelte es, sich bis zum 4. März 2022 mit eigenen Projekten gegen die Landes-Konkurrenz durchzusetzen. Die genauen Projektausschreibungen sind noch nicht bekannt. Zumbrock geht aber von „Mega-Themen“ in den Bereichen Resilienz, „Green-Deal“ und Digitalisierung aus. Die Eckpfeiler des Regionalmanagements umfassen Projekte in den Gebieten „Lebenswerte Dörfer“, „Regionale Wertschöpfung Arbeit und Ausbildung“ und „Natur- und Kulturlandschaft“. Auch Bürgermeister Gockel sieht hier alle Karten in den eigenen Händen und sagt: „Es liegt an uns selbst, die vielen lokalen Vereine mit einzubinden. Das Projekt ist sehr förderlich und ich gehe fest davon aus, dass wir das hinbekommen.“

Zwei Anträge von FWB und FDP wurden abgelehnt

Abgelehnt wurden zwei Anträge der Freien Wählergemeinschaft Borchen und der FPD zur Änderung der Hundesteuersatzung, um die Steuermarken abzuschaffen, sowie zur Beschilderung von Lauf- und Wanderwegen in Borchener Wäldern. Die Verwaltung stimmte jedoch zu, bei der Einrichtung von Notfallpunkten die Situation genauer zu evaluieren.

Das Planungsbüro Welling stellte den aktuellen Planungsstand zur Sanierung der L 755 vor. Der größte Teil sei jetzt durchgeplant. Der Fokus liegt auf der Verlagerung des Radverkehrs vom Gehweg auf die Fahrbahn. Da sich das Projekt zu einem größeren Unterfangen entwickelt, soll es zwei Bauabschnitte geben, die bis 2025 abgeschlossen sein sollen.

Die Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Schulerweiterungsbau in Dörenhagen waren extra aus Madrid eingeflogen und stellten sich und den Siegerentwurf vor. Das Architekturbüros Sulitze Munoz Arquitectos gab einen detailreichen Einblick in die Pläne des Gebäudes, das in die Bereiche Kita, Betreuung und Mensa aufgeteilt werden soll. In der Mensa soll für die älteren Kinder Selbstbedienung sein. Die kleineren Kinder werden nach Angaben des Büros bedient. Dörenhagens Ortsvorsteher Heinz Rebbe zeigte sich sehr zufrieden: „Im Vordergrund steht immer, dass die Kinder und das Betreuungspersonal sich rundum wohlfühlen können.“

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