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Erfolgsgeschichte: Pflegedienst Dormann und Steppat begeht 25-Jähriges mit 170 Mitarbeitern und 680 Patienten

„Wir sind eine große Familie“

Boffzen

Heinz Nixdorf hat in der Garage angefangen, bei „Dormann und Steppat“ war es ein kleines Kellerbüro: Als die beiden gelernten Alten- und Krankenpfleger Frank Dormann und Andreas Steppat vor genau 25 Jahren in Boffzen kurzentschlossen mit ihrem ambulanten Pflegedienst in die Selbstständigkeit starteten, standen zwei Twingos vor der Tür.

Der Pflegedienst Dormann und Steppat im Jubiläumsjahr: Das Foto zeigt Frank Dormann (von links), Katja Sandbote, Carmen Göhmann, Andreas Steppat, Heike Stein, Johanna Kleinschmidt, Ann-Kathrin Müller und Jennifer Strieder in der Zentrale. Foto: Mirko Plha

Aus dem Zwei-Mann-Betrieb ist inzwischen eine Großfamilie mit 170 Mitarbeitern, 680 Patienten und sechs Dienstleistungen geworden. Das kleine Büro ist Geschichte. Am heutigen Firmensitz Im Niederen Felde steht eine große Fahrzeug-Flotte bereit. Das Markenzeichen des Unternehmens ist aber das gleiche geblieben: Die warmherzige Zuwendung gegenüber den Patienten hat nach wie vor oberste Priorität. „Zu Hause in den besten Händen“: Dieses gute Gefühl vermitteln die Fachkräfte ihren Patienten Tag für Tag.

„Dormann und Steppat“ in Boffzen gehörte im Juli 1996 zu den ersten ambulanten Pflegediensten in der Region. Die Betreuung älterer Menschen im häuslichen Umfeld wurde in dieser Zeit immer beliebter. Heute nehmen viele Familien diese Möglichkeit dankbar wahr. Die Branche wächst rasant. Frank Dormann (48) und Andreas Steppat (53) fahren trotz hoher Patientenzahlen seit jeher einen klaren Kurs: „Wir arbeiten nicht nach Stechuhr. Bei uns soll jeder Patient die Zeit bekommen, die er benötigt.“

Denise Fabeck auf dem Weg zu einem Patienten. Foto: Mriko Plha

Dass die ambulante Pflege ein Standbein von mehreren sein würde, hätten die beiden Chefs vor zweieinhalb Jahrzehnten nicht gedacht. Es war also nicht so, dass die Jungunternehmer damals im kleinen Kellerbüro an der Steinbreite schon einen ausgeklügelten Expansionsplan in der Schublade hatten. Die Betriebserweiterungen kamen nach und nach. „Wir haben auf gesellschaftliche Entwicklungen und veränderte Lebensumstände der Menschen reagiert“, berichten die Unternehmer. Beispiel: Senioren-Wohngemeinschaft (WG). 1996 war diese Wohnform als Alternative zum Pflegeheim überhaupt noch nicht en vogue. Inzwischen hat sie sich etabliert. Daher gehört sie auch bei „Dormann und Steppat“ zum Portfolio. Über den Büros am Firmensitz Im Niederen Felde in Boffzen ist auf zwei Etagen eine WG eingezogen. Die zweite zu betreuende WG ist in Fürstenberg.

Direkt neben der Zentrale, im ehemaligen Gasthaus Weike, setzt der Pflegedienst die Tradition der Gastfreundschaft mit einem Tagestreff für Senioren fort. Dieses weitere neue Angebot richtet sich an ältere Menschen, die zu Hause leben. Der Tagestreff bietet ihnen ein abwechslungsreiches, ihren Wünschen entsprechendes Tagesprogramm bei fachkundiger Betreuung und entlastet somit auch die pflegenden Angehörigen.

Colette Hauffe (leitende Podologin), Grit Steppat, Nadine Dormann (beide Empfang und Verwaltung Podologie). Foto: Mirko Plha

Zum Kerngeschäft, der ambulanten Pflege, sind also nach und nach verschiedene weitere Angebote hinzugekommen. Zu diesen Dienstleistungen gehören die Palliativpflege, die Hauswirtschaft und Betreuung, die Schulbegleitung und die Podologie und Fußpflege. In allen Bereichen kümmern sich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur mit Fachkunde, sondern auch mit Herz und Zuwendung um die ihnen anvertrauten Menschen am Gründungsort Boffzen und der dazugehörenden Samtgemeinde sowie in den Regionen Höxter, Holzminden, Beverungen und den umliegenden Ortschaften. Versierte Büromanagement-Fachfrauen haben für die 680 Patienten und ihre Angehörigen in der Zentrale als erste Ansprechpartnerinnen ein offenes Ohr. Und auch die Chefs, Frank Dormann und Andreas Steppat, sind immer zur Stelle.

Frank Dormann und Andreas Steppat

Mit Esprit, einer Prise Humor und einem herzerfrischenden Miteinander führen sie ihren Betrieb. Auch nach 25 Jahren Zusammenarbeit ist aus der gemeinsamen Wellenlänge nicht die Luft raus. Die Leidenschaft der Gründerjahre ist ebenfalls ungebrochen. Auch bleibt den Erfolgs-Unternehmern die Fürsorge gegenüber den Mitarbeitenden ein Herzensanliegen. Denn: „Sie sind unser größtes Kapital“, betont der gebürtige Boffzener Frank Dormann. Neuzugänge werden vom ersten Tage an in die Großfamilie eingemeindet: „Wir sind alle sofort per du“, erzählt Andreas Steppat. Dank dieser Philosophie fühlen sich Neue erst gar nicht fremd, sondern gleich wohl in ihrer dazu gewonnenen Familie.

Die Senioren-WG in Boffzen mit Wilhelm Spieker, Helmut Büchsenschütz, Emilia Schmidt (Mitarbeiterin) und Christine Vespermann. Foto: Sabine Robrecht

Neben dem familiären Betriebsklima und dem flexiblen Entgegenkommen bei der Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf schafft das Duo Dormann und Steppat mit weiteren Anreizen attraktive Arbeitsplätze: „Wir versuchen, unseren Mitarbeitern etwas zu bieten, indem wir den Großteil der Kosten für den Gesundheitssport bei ‚Lange.fit‘ in Höxter übernehmen. Wir haben eine Alterspensionskasse eingerichtet. Die Mitarbeiter haben 36 Tage Urlaub im Jahr. In den Sommermonaten steht immer eine gefüllte Eistruhe in der Personalküche.“ Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen runden die Möglichkeiten, die der Arbeitgeber seiner Mannschaft eröffnet, ab.

Auf ihre große Familie sind die Chefs stolz. Bodenständig steuern sie das Schiff ihres Unternehmens im Jubiläumsjahr in Richtung Zukunft: „Als solides mittelständisches Unternehmen sind wir am Gründungsort Boffzen und in der Region fest verwurzelt. In diesem Gebiet und im jetzigen Dienstleistungsspektrum sehen wir unsere Zukunft“, schauen Frank Dormann und Andreas Steppat auf die nächsten 25 und mehr Jahre.

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