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Willebadessens Stadtheimatpfleger Hermann Scheele verabschiedet – Nachfolger ernannt

„Wir verlieren einen Kämpfer“

Ikenhausen

Hermann Scheele, der langjährige Willebadessener Stadtheimatpfleger, ist verabschiedet worden. Vertreter von Stadtverwaltung und Politik dankten dem Engagierten für seine Leistung.

Von Daniel Lüns

Hermann Scheele (sitzend) wurde als Willebadessens Stadtheimatpfleger verabschiedet. Für seine Leistung dankten sein Nachfolger, Klaus Geiser (rechts), und (von links) sein Sohn und Ikenhausens Ortsbürgermeister Frank Scheele, Markus Hagemann (Vorsitzender CDU-Ratsfraktion), Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka, Mike Grimm, der Hermann Scheele elf Jahre lang unterstützt hatte, Paulus Jochheim (neuer Ortsheimatpfleger Ikenhausen), Paul Arens (SPD-Ratsfraktion) und Bürgermeister Norbert Hofnagel. Foto: Daniel Lüns

Der rührige Senior hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt.

„Was du in den letzten Jahren für deine Stadt getan hast, ist bemerkenswert“, brachte es Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka auf den Punkt. Scheele habe sich nicht nur stolze sechs Jahre lang als Stadtheimatpfleger verdient gemacht.

Auch habe er zehn Jahre lang als Ortsheimatpfleger von Ikenhausen gewirkt. Dabei wurde Scheele von Mike Grimm unterstützt. Grimm wurde nun ebenfalls offiziell verabschiedet. Für die Arbeit, die das Gespann in den Jahren geleistet hat, bedankte sich auch Hermann Scheeles Sohn Frank. „Wir sind sehr froh, dass wir die beiden hatten“, sagte er in seiner Funktion als Ikenhausens Ortsbürgermeister.

„Es ist sehr bewegend, wenn man hierher kommt, um jemanden wie Hermann zu verabschieden“, betonte Gorzolka. Scheele sei stets verlässlich und immer treu im Dienste der Heimatpflege gewesen. „Du warst menschlich wie in der Heimatpflege einer, wie er im Buche steht.“

Nicht bloß das Amt im Blick gehabt

Denn Hermann Scheele habe in all den Jahren nicht bloß sein Amt im Blick gehabt. Durch sein Engagement habe er auch stets andere dazu bewegen können, Verantwortung zu übernehmen. „Es ist dein Verdienst, dass Willebadessen mit am Besten dasteht, wenn es um die Besetzung der Heimatpfleger-Posten geht“, sagte Hans-Werner Gorzolka. Nur der Posten in Fölsen sei noch vakant.

Willebadessens Bürgermeister Norbert Hofnagel schloss sich Gorzolkas Lob gerne an. „Wir alle verlieren hier einen Kämpfer für die gute Sache“, sagte Hofnagel. Er überbrachte Hermann Scheele auch die besten Wünsche der Stadtverwaltung. Zudem waren Vertreter der beiden Ratsfraktionen zur Feierstunde gekommen.

Zwei neue Ortsheimatpfleger

Hans-Werner Gorzolka ernannte vor Ort auch die Nachfolger von Hermann Scheele. So wird nun Klaus Geiser den Posten des Stadtheimatpflegers bekleiden. Der 53 Jahre alte Polizist stammt aus Niesen. Dort engagiert er sich bereits seit 2015 als Ortsheimatpfleger, gemeinsam mit Dirk Tewes. Diesem Posten bleibt Geiser auch künftig treu.

Neuer Ortsheimatpfleger von Ikenhausen ist Paulus Jochheim. Der 55-Jährige aus Ikenhausen ist als Betreuungsfachkraft tätig. Auch gegenüber handwerklichen Problemen sieht sich der Tischlermeister gut gewappnet.

Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka nutzte das Zusammentreffen, um mit Blick auf die Corona-Pandemie eine Bitte an die Zukunft zu formulieren. „Mein Wunsch ist, unsere Dörfer wieder aus der Lethargie herauszuholen“, gab Gorzolka den Anwesenden mit auf den Weg.

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