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König-Wilhelm-Gymnasium verabschiedet Vize-Schulleiter Hans Nicolas und weitere langjährige Pädagogen

Wissen, Humor und ein großes Herz

Höxter

Nach zusammengerechnet mehr als 140 Schuljahren engagierten Wirkens am König-Wilhelm-Gymnasium Höxter (KWG) sind der stellvertretende Schulleiter Hans Nicolas und die Lehrkräfte Doris Tensi, Thomas Klocke und Frauke Pretsch jetzt feierlich verabschiedet worden.

KWG-Schulleiterin Heike Edeler (2. von rechts) verabschiedete Hans Nicolas (von links), Doris Tensi und Thomas Klocke in den Ruhestand. Sie würdigte die Verdienste der langjährigen Pädagogen. Foto: Michael Robrecht

Kollegium, Elternvertreter und Vorstandsmitglieder des Ehemaligen- und Fördervereins „Omnibus“ brachten ihre Wertschätzung dafür zum Ausdruck, dass die vier langjährigen Pädagogen sich um das KWG mehr als verdient gemacht haben.

Hans Nicolas war mehr als 14 Jahre lang stellvertretender Leiter der Schule und maßgeblich daran beteiligt, das KWG weiterzuentwickeln. Ob Umbaumaßnahmen am Schulgebäude, die Neugestaltung des Unterstufenschulhofes, die Digitalisierung der Klassen- und Kursräume, Schulstatistiken, Austauschfahrten unter anderem nach Polen – der „Vize“ war immer zur Stelle. Doch auch Tipps für Urlaubsplanungen, die eine oder andere Rezeptidee oder Hilfe bei Anträgen jeglicher Art waren von Hans Nicolas jederzeit zu bekommen.

Vom Gymnasium Barn-trup war der „Blomberger Beute-Lipper mit rheinischen Wurzeln“, so KWG-Schulleiterin Heike Edeler, an die Traditionsschule in Höxter gekommen. Organisationstalent, Zuversichtlichkeit, ein ehrliches Interesse an jungen Menschen, Empathie, ganz viel Humor, Verständnis und Nachsicht, ein großes Herz, Verlässlichkeit, Freude am Lehren, ein profundes Fachwissen: Diese Eigenschaften hob Heike Edeler hervor, als sie die Verdienste von Hans Nicolas als Lehrer und in der Schulleitung würdigte. „Hans Nicolas war in der Schulleitung maßgeblich daran beteiligt, dass das KWG heute ein modernes und zukunftsfähiges Gymnasium in Höxter ist.“ Die alte Kaufmannsregel „Stillstand ist Rückschritt“ habe für ihn gegolten. Und er sei ein lebendes Beispiel dafür, dass Flexibilität und Neugier jung hält. „Ich konnte sehr viel von dir lernen“, bilanzierte Heike Edeler. Vermissen werde sie ihren Vize auch musikalisch. Hans Nicolas ist leidenschaftlicher Hornspieler. „Die Hornklänge, die manchmal gegen Abend durch das KWG schallen, werden fehlen.“

So ganz geht Hans Nicolas aber noch nicht. Er wird der Schule nach den Sommerferien mit ein paar Stunden Unterricht erhalten bleiben. Das gilt auch für Doris Tensi. Sie unterrichtet nach dem Abschied auch ein wenig weiter.

Die Schulleiterin würdigte sie als engagierte und zupackende Kollegin. Doris Tensi war viele Jahre als Mittelstufenkoordinatorin für die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern eine wichtige Ansprechpartnerin. Sie hatte aber immer auch für die Sorgen und Nöte ihrer Kolleginnen und Kollegen ein offenes Ohr und ein aufmunterndes Wort. „Frag mal Doris!“ war mehr als einmal im Lehrerzimmer zu hören, wenn man mit einem Problem einmal nicht weiter wusste.

Ein wahres KWG-Urgestein ist Thomas Klocke, der nicht nur Lehrer, sondern auch schon Schüler am KWG war. Kaum ein anderer hat so lange die Schule begleitet wie der beliebte und für seinen trockenen Humor bekannte Pädagoge. Klockes Herz schlug immer für das Theater. So war er mehrere Jahre lang Leiter der Theater-AG und brachte unzählige Schülerinnen und Schüler dazu, über sich hinauszuwachsen. Er konnte Kinder und Jugendliche wie kaum ein anderer für die „Bretter, die die Welt bedeuten“, begeistern.

Nicht in den Ruhestand, sondern nach Bad Lippspringe geht es für die Sonderpädagogin Frauke Pretsch, die das gemeinsame Lernen mit den Inklusionsschülerinnen und -schülern des KWG maßgeblich ausgebaut und mit viel Enthusiasmus begleitet hat.

Bei dem gemütlichen Beisammensein im Foyer dankte Schulleiterin Heike Edeler den vier Kollegen offiziell für ihre Verdienste um das KWG und hob noch einmal ihr großes Engagement für die Schulgemeinschaft hervor. Auch der Lehrerrat und die Fachschaften verabschiedeten sich mit persönlichen Geschenken und guten Wünschen für die Zukunft von den vier scheidenden Pädagogen.

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