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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag, 3. September: Inzidenz beträgt 105,1

Zahl der Infizierten steigt auf 686

Paderborn

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Paderborn ist auch von Donnerstag auf Freitag noch einmal deutlich gestiegen: Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) weisen am Freitagmorgen einen Wert von 105,1 aus  (Datenstand: 0 Uhr), was 324 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht. 

Symbolbild. Foto: dpa

Wie berichtet hatte der Kreis am Dienstag keine Daten an das LZG übermitteln können. Die Nachmeldungen hatten dafür gesorgt, dass der Wert am Donnerstag um 28,2 auf 94,7 gestiegen war. Nun liegt die Inzidenz zum ersten Mal seit 16 Wochen wieder im dreistelligen Bereich. Beim LZG sind am Donnerstag 84 Corona-Fälle neu in die Statistik eingeflossen, davon datiert die Landeseinrichtung in Bochum 47 auf den Donnerstag selbst.

Die Kreisverwaltung gab für den Zeitraum von Donnerstag bis Freitag (jeweils 11 Uhr) am Freitagnachmittag 67 Neuinfektionen bekannt. Da 29 weitere Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 686 Menschen offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Am Donnerstag waren es 648.

Die aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 378, Delbrück 92, Salzkotten 72, Bad Lippspringe 49, Hövelhof 25, Lichtenau 20, Bad Wünnenberg 16, Büren 13, Borchen 12, Altenbeken 9.

21 Corona-Patienten werden im Kreis Paderborn derzeit im Krankenhaus behandelt, 6 von ihnen intensivmedizinisch.  Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, ist um 43 auf 2292 gestiegen.

3. September 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick Foto: Kreis Paderborn

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Freitag, 3. September, bei 118,9 (Vortag: 120) und in Deutschland bei 80,2 (76,9). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 126,6 (129,4) – Hochsauerlandkreis 97,3 (91,9) – Höxter 63,7 (62,3) – Lippe 98,6 (95,7) – Soest 57,5 (63,1).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: Freitag, 3. September, 11 Uhr):

Altenbeken 65,8 (Donnerstag: 54,9) – Bad Lippspringe 141,7 (135,5) – Bad Wünnenberg 57,6 (49,4) – Borchen 44,8 (52,3) – Büren 46,5 (41,8) – Delbrück 200,1 (181,3) – Hövelhof 73,7 (67,6) – Lichtenau 113,5 (113,5) – Paderborn 114,1 (119,4) – Salzkotten 204,4 (192,3).

Inzidenzwert und NRW-Coronaschutzverordnung

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte, die das RKI in einer Tabellendatei auf dieser Website veröffentlicht: https://www.rki.de/inzidenzen.

In Nordrhein-Westfalen ist am Freitag, 20. August, die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten (hier als PDF). Das Regelwerk enthält nicht mehr mehrere Inzidenz- und Maßnahmenstufen. Es gilt das Einsetzen der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – ab einer Inzidenz von 35 oder mehr (in einem Kreis/einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander). Geimpften, genesenen und getesteten Menschen stehen mit der neuen Regelung auch bei höheren Ansteckungszahlen viele Angebote des gesellschaftlichen Lebens offen. Die neue Fassung der Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vier Wochen bis einschließlich 17. September. Ein Überblick der neuen Regelungen findet sich hier auf der Internet-Seite des Landes.

Es folgen die vergangenen sieben Werte für den Kreis Paderborn (105,1  94,7 – 66,5*: Übertragungsfehler: keine neuen Fälle eingeflossen – 84,6 – 80,1 – 80,1 – 77,3) und für NRW (118,9 – 120 – 120,3 – 124,9 – 127,7 – 125,3 – 124,3 ).

Impfen und Impfzahlen

Das Impfzentrum des Kreises in der Sälzerhalle in Salzkotten hat diese Woche täglich (außer am Sonntag) geöffnet: von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr (angeboten werden der Impfstoff von Biontech und – jetzt auch ganztägig – „Johnson & Johnson“). Außerdem werden weitere Impfaktionen im Kreis angeboten (Link zur Übersicht auf der Kreis-Website).

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis Paderborn bis einschließlich Donnerstag, 2. September, folgende Impfungen gegeben:

– in den Arztpraxen: 93.252 (Mittwoch: 92.887) Erstimpfungen, 78.076 (77.878) Folgeimpfungen, 85.144 (84.909) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 80.978 (80.771) Erstimpfungen, 77.409 (77.276) Folgeimpfungen, 80.351 (80.191) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Hintergrund

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Kreis Paderborn: „Für die Städte und Gemeinden veröffentlichen wir kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen. ... Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. So meldet der Kreis Paderborn Personen mit einem positiven Schnelltest (POC-Test) als Infektionsfall und veröffentlicht diese, noch bevor er durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Das LZG veröffentlicht hingegen gemäß den bundesweiten RKI-Vorgaben Infektionsfälle mit einem positiven PCR-Test. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“ Quelle: Kreis Paderborn (Reiter „Copyright“)

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