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Maßnahme zur Flugsicherheit soll zugleich wichtiges Biotop mit seltenen Arten schützen

Zaunbau am Bielefelder Flugplatz

Bielefeld

Ein „Kleinod“ nennt Friederike Hennen vom städtischen Umweltbetrieb den Flugplatz in Senne. Und dabei geht es nicht um einen spannenden Flugbetrieb, die verkehrliche oder touristische Bedeutung. Das Areal ist vielmehr ein einzigartiges Biotop mit offener Heidelandschaft, bedrohten Vogelarten und Eidechsen. Um das zu schützen, soll jetzt ein Zaun gebaut werden.

Von Peter Bollig

Der Flugplatz Windelsbleiche ist auch ein wichtiges Biotop. Zum Schutz soll auf der Südseite (links) durch den Wald ein neuer Zaun gesetzt werden. Vor der Siedlung (oben) soll er am Waldrand statt direkt am Rande der Bebauung verlaufen, damit Fußgänger von dort einen freien Blick genießen können. Foto: Thomas F. Starke

Auf der Nordseite hatte die Flugplatz Bielefeld GmbH vor einem Jahr bereits einen 2,5 Kilometer langen Zaun aufstellen lassen. Die Betreibergesellschaft betonte die flugrechtliche Notwendigkeit, weil immer wieder Spaziergänger übers Flugfeld gingen, sich und Piloten in Gefahr brachten. Mit im Boot war 2020 aber auch das Umweltamt, weil Spaziergänger und Hunde abseits der Wege auf dem Flugplatz die seltenen Arten bedrohen. 2019 hatten Hunde zwei Schafe gerissen, die im Auftrag des Landschaftsschutzes auf der Heidefläche grasten. „Auch Hundekot auf diesen Flächen ist ein Problem“, sagt Friederike Hennen.

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