1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Zeit der Kurzarbeit dauert noch an

  6. >

Nach der Corona-Krise trübt Ukraine-Krieg die Aussichten der Brauerei Barre – mit Investitionen in die Zukunft

Zeit der Kurzarbeit dauert noch an

Lübbecke

Wenn am Wochenende in Nettelstedt wieder Schützenkirmes gefeiert wird, dann dürfte das auch bei den gut 90 Mitarbeitern der Barre-Brauerei für Erleichterung sorgen und die Hoffnung auf eine halbwegs normale Festsaison und guten Fassbierabsatz nähren. Zwei harte Corona-Jahre liegen hinter der heimischen Privatbrauerei. Und anlässlich des internationalen Tags des Biers an diesem Samstag, 23. April, muss leider gesagt werden: auf die Corona-Krise folgt für Bierbrauer die Krise durch den Ukraine-Krieg. Auf Kurzarbeit kann noch nicht verzichtet werden.

Von Friederike Niemeyer

Die Barre-Brauerei investiert trotz Krise: Der neue Relief-Bierkasten wird unter Verwendung des Materials alter Kästen hergestellt. „Wir sind vorbereitet auf die Zukunft“, sagt Brauereichef Christoph Barre (rechts), hier mit Technikleiter Dirk Stapper. Foto: Privatbrauerei Barre

Wie die gesamte Wirtschaft haben Getränkefabrikanten als Kriegsfolgen steigende Energiekosten zu verdauen. Dazu kommen Lieferengpässe etwa bei einem der Hauptrohstoffe der Bierbrauer, der Gerste, mit entsprechend hohen Preisen. „Dies ist aber bei weitem nicht der einzige Sektor mit Preissteigerungen“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter Christoph Barre. „Zu nennen sind als weitere Beispiele Etiketten, Kronenkorken, Sixpack-Ummantelungen, Geschenkverpackungen oder auch Gläser.“ Deshalb kann der Brauerei-Inhaber noch keine Entwarnung geben, auch wenn er auf eine mittelfristige Beruhigung der Märkte hofft: „Die Kurzarbeit ist aktuell weiter angemeldet und wird im erforderlichen Maß flexibel nach Bedarf in Anspruch genommen.“

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE