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Befragungen zum Zensus in Ostwestfalen-Lippe gestartet

Wenn die Volkszähler an der Haustür klingeln

Bielefeld/Paderborn/Höxter

Seit dem vergangenen Wochenende sind sogenannte Erhebungsbeauftragte auch in Ostwestfalen-Lippe unterwegs. Ihre Aufgabe: Bei ausgewählten Haushalten klingeln und anhand eines Fragebogens Daten für das bundesweite Statistikprojekt „Zensus 2022“ erheben.

Haushalte, die diese Benachrichtigung in ihrem Briefkasten finden, wurden für die Teilnahme am Zensus 2022 ausgewählt. Dort ist ein Termin verzeichnet, an dem eine Befragung stattfindet. Foto: Kreis Höxter

Bei Fremden an der Haustüre ist grundsätzlich Vorsicht geboten? Das stimmt im Grunde. Doch manche Besuche haben ihre Berechtigung, etwa im Zuge der Volkszählung Zensus 2022.

"Viele Bürgerinnen und Bürger sind sicher zunächst skeptisch und verunsichert, wenn die Kolleginnen und Kollegen vor der Tür stehen“, sagt Alexandra Schodrowski, die sich beim Kreis Höxter um die Organisation des Zensus kümmert. „Aber die Befragung dauert nur wenige Minuten.“ Sie erklärt, was bei der Datenerhebung zu beachten ist.

Besuch inklusive Termin wird vorher angekündigt

Zur Volkszählung gibt es keine überraschenden Besuche an der Tür. Wer befragt werden soll, wird darüber vorab schriftlich informiert. Darauf weist das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hin. Aus der Ankündigung geht ein Termin samt konkretem Zeitfenster sowie die Kontaktdaten des Interviewers oder der Interviewerin hervor. Erhebungsbeauftragte würden zudem keinen unvermittelten telefonischen Kontakt aufnehmen.

„Sicherheit und Datenschutz stehen beim Zensus an oberster Stelle: Die Erhebungsbeauftragten werden den Wohnbereich nicht betreten, sie bleiben an der Haustür stehen – auch im Sinne des Infektionsschutzes. Zudem können sie sich amtlich ausweisen und alle Informationen werden komplett anonymisiert gespeichert“, erläutert Schodrowski. „Wichtig dabei ist: Die Befragung ist ein amtlicher und verpflichtender Termin.“

An der Türe selbst weisen sich Erhebungsbeauftragte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes immer mit einem Zensus-Ausweis aus. Nur in Kombination mit einem amtlichen Lichtbildausweis sei dieser gültig.

Bei ihrem Besuch haben die Erhebungsbeauftragten einen umfangreichen Fragenkatalog dabei. Dieser ist gegliedert in den Themen persönliche Angaben, Wohnsituation, Migration, Bildung, Berufstätigkeit und Abschluss. Gefragt wird unter anderem:

Fragen zum Arbeitsleben?

Haben Sie in der Woche vom 9. bis zum 15. Mai mindestens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet? Arbeiten Sie überwiegend an einem festen Arbeitsort? Haben Sie einen allgemeinbildenden Schulabschluss? Haben Sie einen beruflichen Abschluss oder Hochschulabschluss?

„Allerdings können die ausgewählten Haushalte sehr viele der Fragen auch im Nachgang bequem im Internet beantworten. Die Erhebungsbeauftragten geben ihnen bei ihrem Besuch dazu einen entsprechenden Zugang. So kann die tatsächliche Befragung vor Ort erheblich verkürzt werden.“

Für den Zensus 2022 werden in Nordrhein-Westfalen Menschen in etwa jedem zwölften Haushalt befragt

Wie viele Menschen leben in Deutschland? Wie wohnen und arbeiten sie? Um auf diese und weitere Fragen eine Antwort zu bekommen, startet in einer Woche das momentan größte Statistikprojekt in Deutschland: der Zensus 2022 – früher auch Volkszählung genannt. Ab dem 15. Mai werden in Nordrhein-Westfalen die Menschen hierzu in etwa jedem zwölften Haushalt befragt. Für den Kreis Höxter bedeutet das die Befragung von knapp 15.000 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern.

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