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Drei neue Stolpersteine erinnern an Bielefelderinnen, die Opfer der Nazis wurden

Zwangssterilisiert und ermordet

Bielefeld

Die Diagnose Schizophrenie kam im Dritten Reich einem Todesurteil gleich. Professor Dr. Claus Melter, Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule, hat gemeinsam mit Studierenden das Schicksal von drei Bielefelder Frauen erforscht und ihren Leidensweg öffentlich gemacht. In Zusammenarbeit mit der Stolperstein-Initiative Bielefeld wurde jetzt vor den ehemaligen Wohnhäusern von Hildegard Fasse, Hedwig Möller und Gerda Sophie Pilgrim je ein Stolperstein mit eingravierten Lebensdaten verlegt.

Kerstin Sewöster

Mit Stolpersteinen wollen sie an die von den Nazis ermordeten Bielefelderinnen erinnern (von links): Die Studentinnen Julia Lehmann, Esra Cakir, Petronella Snaider, Dr Claus Melter (FH Bielefeld) sowie Christiane Wauschkuhn, Eva Hartog und Christine Biermann (Stolperstein-Initiative). Foto: Kerstin Sewöster

Keine der drei Bielefelderinnen erreichte das 40. Lebensjahr. Umgebracht wurden sie im polnischen Todeskrankenhaus Meseritz-Obrawalde. Etwa 10.000 Menschen sind dort im Auftrag der Nazis zu Tode gespritzt, vergast und erschossen worden. Neben Studenten und Laborschülern waren auch Nachbarn dabei, als die Stolpersteine verlegt wurden.

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