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Bielefelder (43) wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt

Zwei Jahre auf Bewährung

Bielefeld

Zu zwei Jahren Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt sind, ist ein 43-jähriger Bielefelder von der 20. Großen Jugendkammer des Landgerichts Bielefeld verurteilt worden. Sie sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte Jens H. in 18 Fällen des sexuellen Missbrauchs eines Kindes schuldig ist.

Von Volker Zeiger

Der Prozess fand vor der 20. Großen Jugendkammer des Landgerichts Bielefeld statt. Foto: Thomas F. Starke

Die Staatsanwaltschaft hatte – wie berichtet – eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Dr. Carsten Ernst, Verteidiger des Angeklagten Jens H., plädierte dafür, die Strafe zur Bewährung auszusetzen. Richterin Verena Willeke begründete das am Donnerstag verkündete Urteil damit, dass zwischen Januar 2018 und November 2020 bei verschiedenen Gelegenheiten sexuelle Übergriffe auf den heute elf Jahre alten Jungen stattgefunden hatten. Bei elf Übernachtungen des Jungen in der Wohnung des Angeklagten seien Pornofilme gezeigt worden, in sechs Fällen habe H. das Kind aufgefordert, „an sich herumzuspielen“. In einem weiteren Fall habe H. am Geschlechtsteil des Kindes eine masturbierende Bewegung vollführt, jedoch davon abgelassen, als der Junge sich dagegen wehrte. Der Angeklagte habe dem Kind ein Sprechverbot auferlegt und Geschenke versprochen, wenn er über das Geschehene schweige.

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