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Friedrich-Löffler-Institut bestätigt neue Ausbrüche – 4600 Enten sowie 6300 Hühnerküken in Delbrück-Steinhorst getötet

Zwei weitere Fälle von Geflügelpest

Delbrück

Zwei weitere Ausbrüche der hoch ansteckenden Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1 im Kreis Paderborn wurden vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), amtlich bestätigt. Betroffen ist ein Betrieb in Delbrück-Steinhorst sowie eine Hobby-Haltung in Delbrück-Sudhagen.

Die Geflügelpest weitet sich aus. Schutz- und Überwachungszonen sind eingerichtet und wurden nun noch vergrößert. Foto: Oliver Schwabe

Sie sind damit der vierte und fünfte bestätigte Ausbruch im Kreis Paderborn innerhalb von zwei Wochen. Der erste Fall war ein Geflügelpestausbruch in einer Haltung in Delbrück-Westenholz, im zweiten Fall handelte es sich um eine Junghennen-Aufzucht in Delbrück-Westenholz, der dritte Ausbruch war in einer Geflügelhaltung in Delbrück-Sudhagen. „Wie befürchtet ist die aktuelle Lage sehr dynamisch und wir rechnen mit weiteren Ausbrüchen. Gerade die heutige Wettersituation mit dem anhaltenden Wind ist für den Virus ideal“, erklärt Dr. Marlies Bölling, Sachgebietsleiterin Tierseuchenbekämpfung beim Kreisveterinäramt.

Der Erreger der Infektionskrankheit wird unter anderem durch Ausscheidungen der erkrankten Tiere übertragen. Schon kleinste Partikel, die durch den Wind weitergetragen oder an Kleidung und Schuhe anhaften, können einen weiteren Ausbruch verursachen. „Jeder Geflügelhalter sollte die jetzige Situation sehr ernst nehmen und sämtliche gebotenen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen“, so Dr. Bölling. Ausführliche Informationen des FLI über Vorsichtsmaßnahmen und Checklisten sind unter www.kreis-paderborn.de/gefluegelpest zu finden.

Schutz- und eine Überwachungszone um die betroffene Haltung

In dem betroffenen Betrieb in Delbrück-Steinhorst mussten am Mittwoch rund 4600 Enten sowie 6300 Hühnerküken getötet werden. Das Kreisveterinäramt erlässt per Allgemeinverfügung eine Schutz- und eine Überwachungszone um die betroffene Haltung. Diese tritt ab Donnerstag, 2. Dezember, null Uhr in Kraft.

Diese neuen Restriktionszonen weisen in Teilen Überschneidungen mit den bereits bestehenden Zonen der ersten drei Ausbrüche auf. Es kommen aber auch neue Gebiete hinzu, sodass 20 Geflügelhaltungen mit insgesamt rund 53.000 Tieren, die bisher außerhalb der Restriktionszonen lagen, nun erstmals von den verschärften Regeln innerhalb der Zonen bezüglich Handel, Transport und Haltung betroffen sind.

Unter anderem müssen sie ihre Tierbestände dem Amt für Kreisveterinäramt melden. Innerhalb der Restriktionszonen dürfen weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. Die Tierbestände werden vom Veterinäramt klinisch und risikoorientiert untersucht.

53 Tiere mussten in der Hobbyhaltung getötet werden

In der betroffenen Hobbyhaltung in Sudhagen mussten 53 Tiere getötet werden. Die Haltung liegt im Zentrum der bereits bestehenden Restriktionszonen, sodass sich momentan für die dortigen Geflügelhaltungen keine Änderungen ergeben.

Der Kreis Paderborn hat eine interaktive Karte auf seiner Informationsseite zur Geflügelpest unter www.kreis-paderborn.de/gefluegelpest eingestellt. Durch die Eingabe der Adresse im Suchfeld kann dort jeder Geflügelhalter überprüfen, ob er in einer der Restriktionszonen liegt. Die Aufstallpflicht gilt nach wie vor im gesamten Kreisgebiet und soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten.

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