1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. SC Paderborn 07
  4. >
  5. SC Paderborn 2:2 bei St. Pauli: Die stolze Serie geht weiter

  6. >

SC Paderborn 07 lässt sich auswärts auch vom FC St. Pauli nicht stoppen

Die stolze Serie geht weiter

Hamburg

Toll gekämpft und am Ende mit einem Punkt belohnt. Mit dem 2:2 (1:2) hat der SC Paderborn 07 am Samstagabend seine Auswärtsserie verteidigt

Von Matthias Reichstein

Sekunden vor dem 1:0 für den FC St. Pauli: Marco Schuster kommt gegen Torschütze Maximilian Dittgen zu spät. Foto: imago

Zweimal lag der SCP am Millerntor zurück, Dennis Srbeny (37.) und Marco Stiepermann (84.) konnten jeweils ausgleichen.

Auf zwei Positionen änderte Paderborns Trainer Lukas Kwasniok im Vergleich zum 3:4 gegen Werder Bremen sein Team: Jannis Heuer und Robin Yalcin rückten in die Startelf, Felix Platte musste etwas überraschend auf die Bank. Sven Michel (Union Berlin) steht bekanntlich nicht mehr zur Verfügung. Neuzugang Kemal Ademi stand noch nicht einmal im Kader. In der Spitze spielte Dennis Srbeny gemeinsam mit Jannis Heuer, der auf dieser Position im Test gegen Arminia Bielefeld (2:0) debütierte.

Bei den Gastgebern gab es drei Änderungen im Vergleich zum 1:2 im Stadtderby gegen den HSV. Luca Zander, Philipp Ziereis und Maximilian Dittgen kamen für Sebastian Ohlsson (Probleme mit dem Hüftbeuger), James Lawrence und Finn Ole Becker (beide Bank) ins Team.

Der zuletzt wackelnde Herbstmeister aus Hamburg (vier Spiele, zwei Punkte) erwischte einen Blitzstart: Über Leart Paqarada und Etienne Amenyido kam der Ball in Minute fünf zu Maximilian Dittgen, der drehte sich um die eigene Achse und traf zum 1:0.

In der Szene kam Marco Schuster einen Schritt zu spät, sechs Minuten später stand er goldrichtig. Amenyido hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch der Rechtsverteidiger konnte abblocken.

Das sah zunächst aus Sicht der Ostwestfalen gar nicht gut aus. Doch mit zunehmender Spielzeit kam der SCP immer besser ins Spiel, hatte mehr Kontrolle, ohne aber wirklich gefährlich zu werden.

Das änderte sich in Minute 37. Nach einem Zuspiel von Florent Muslija entwischte Srbeny seinem Gegenspieler Eric Smith, kam so im Strafraum frei zum Abschluss und traf zum 1:1. Ausgerechnet Srbeny, der bei seinen 18 Einsätzen zuvor nicht einmal getroffen hatte. Ausgerechnet Srbeny, der beim 3.1-Sieg im Hinspiel noch einen Strafstoß verschossen hatte. Ausgerechnet Srbeny, der mit einer Empfehlung von 16 Saisontoren im Vorjahr in diese Spielzeit gestartet war.

Doch der Jubel reichte nicht bis zur Pause, Amenyido (44.) brachte Hamburg wieder in Führung. Diesmal war es umgekehrt, Dittgen legte auf, Amenyido blieb ganz cool und traf mit einem Aufsetzer zum 2:1.

Im zweiten Abschnitt kam der SC Paderborn besser in die Partie. Die neue Sturmspitze Heuer (55.) hatte das 2:2 auf dem Fuß, das hätte kurz darauf fast Paulis Innenverteidiger Jakov Medic (57.) besorgt. Eine Hereingabe von Muslija fälschte der Kroate so unglücklich ab, dass sein Torhüter Nikola Vasilj schon alles aufbieten musste, um den Schuss noch abzuwehren.

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für den SCP. Paderborns Kai Pröger, gerade eingewechselt, führte sich direkt mit einem Schlenzer an die Latte (66.) ein. Auf der Gegenseite musste Simon Makienok alles klar machen. Phlipp Klement (69.), Muslija (78.) hatten weitere Möglichkeiten, das Ergebnis noch zu verbessen. Das gelang erst dem eingewechselten Marco Stiepermann: Nach Vorarbeit von Felix Platte fand er mit einem Linksschuss den Weg zum 2:2 in die lange Ecke. Der Endstand.

Die Statistik

Pauli: Vasilj - Zander (88. Dzwigala), Ziereis, Medic, Paqarada - Dittgen, Smith (88. Benatelli), Hartel - Irvine, Smith, Hartel (88. Daschner) - Amenyido (63. Becker) - Burgstaller Dittgen (73. Makienok)

Paderborn: Huth - Schuster (46. Thalhammer), Correia (35. van der Werff), Hünemeier, Justvan - Schallenberg - Yalcin, Muslija (79. Stiepermann), Klement - Srbeny (79. Platte), Heuer (65. Pröger)

Schiedsrichter: Aytekin, (Oberasbach)

Tore: 1:0 Dittgen (5.), 1:1 Srbeny (37.), 2:1 Amenyido (44.), 2:2 Stiepermann (84.)

Zuschauer: 5000

Gelbe Karten: Smith (4) / Thalhammer (2)

Startseite
ANZEIGE