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SC Paderborn gewinnt 2:1 beim 1. FC Nürnberg

Ein Auftakt nach Maß

Nürnberg

Der SC Paderborn 07 bleibt die Auswärtsmacht in der 2. Bundesliga. Der SCP erwischte einen Jahresauftakt nach Maß und gewann nach zuletzt fünf sieglosen Partien beim 1. FC Nürnberg verdient mit 2:1 (2:0). 

Von Peter Klute

Felix Platte sorgte in Nürnberg mit dem 0:2 für die Vorentscheidung, zuvor hatte Sven Michel sein 14. Saisontor geschossen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Für die Ostwestfalen war es der erste Sieg gegen Nürnberg überhaupt und der sechste Dreier in dieser Saison in der Fremde, in der Paderborn weiter ungeschlagen ist.

Trainer Lukas Kwasniok wählte eine äußerst offensive Aufstellung. Neben den kreativen Winter-Neuzugängen Florent Muslija und Philipp Klement standen auch Dennis Srbeny, Felix Platte und Sven Michel in der Startelf. Julian Justvan verteidigte, wie erwartet, links in der Viererkette. Insgesamt gab es vier Änderungen im Vergleich zum 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim kurz vor Weihnachten.

Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth sagte anschließend: „Es ist ohne Frage schön, so aus der Pause zu kommen. Wir waren von Beginn an da und haben zwei sehenswerte Treffer erzielt. Es war eine sehr konzentrierte Teamleistung.“

Im letzten Spiel des alten Jahres wirkte der SCP körperlich platt, in Nürnberg machte die Mannschaft einen frischen und selbstbewussten Eindruck, nahm das Heft sofort in die Hand. Die Gastgeber überließen den Gästen den Ball, hatten aber nach einer Viertelstunde die erste echte Torchance. Nach einer Flanke von Kapitän Enrico Valentini kam Manuel Schäffler aus kurzer Distanz frei zum Kopfball, doch der Ball ging links neben das Tor. Da wäre Jannik Huth machtlos gewesen.

Es war eine Szene mit Signalwirkung, denn jetzt kam Nürnberg besser zur Geltung und gestaltete die Partie ausgeglichen. In der Folge neutralisierten sich beide Teams, Abschlüsse waren selten. In der 29. Minute zog Johannes Geis aus der Distanz ab, aber Huth war auf dem Posten und klärte zur Ecke. Der SCP hatte kurz danach einen Freistoß aus aussichtsreicher Position, doch der Ball von Muslija flog weit übers Gehäuse von Christian Mathenia.

14. Saisontor von Sven Michel

Was war eigentlich mit Sven Michel? Paderborns Top-Torjäger tat sich schwer, doch dann kam die 41. Minute. Nach einem Traumpass von Kapitän Ron Schallenberg lupfte Michel die Kugel über den hinausstürmenden Mathenia ins Eck. Das 14. Saisontor war ein Traum, doch das war noch nicht alles. Nur zwei Minuten später glänzte Michel als Vorbereiter und flankte nach schönem Zuspiel von Muslija maßgerecht nach innen, wo Platte einnickte – 0:2. Was für ein Schlussspurt der Paderborner in Durchgang eins.

Zwei Minuten nach dem Wechsel hatte der auffällige Muslija sogar das dritte Tor auf dem Fuß, verzog aber. Club-Trainer Robert Klauß hatte nach einer Stunde schon dreimal gewechselt, setzte jetzt alles auf eine Karte und wurde belohnt. Mats Möller Daehli brachte eine Hereingabe von Lino Tempelmann per Kopf im Tor unter und verkürzte (60.). Den Nürnbergern war bis dahin nicht viel eingefallen, aber Paderborn agierte aufgrund des scheinbar beruhigenden Vorsprungs etwas zu nachlässig und wurde bestraft. In der 65. Minute hätte Marco Schuster den alten Abstand wieder herstellen können, scheiterte aber an Mathenia. Gleiches widerfuhr Platte eine Minute später. Das hätte zweimal die Entscheidung sein können. Dann musste der starke Marcel Correia mit Sehschwieirgkeiten nach einem Zusammenprall raus, für ihn kam Jasper van der Werff. Der SCP brachte den Vorsprung ins Ziel, weil Asger Sörensen in der fünfminütigen Nachspielzeit die Riesenchance zum Ausgleich vergab.

Statistik

Nürnberg: Mathenia - Valentini (58. Krauß), Schindler, Sörensen, Handwerker (80. Duman) - Geis (46. Shuranov) - Tempelmann, Nürnberger - Möller Daehli - Dovedan (80. Schleimer), Schäffler (58. Köpke)

Paderborn: Huth - Schuster, Hünemeier, Correia (78. van der Werff), Justvan (84. Carls) - Schallenberg - Srbeny (69. Yalcin), Muslija (78. Stiepermann), Klement (84. Thalhammer) - Platte, Michel

Tore: 0:1 Michel (41.), 0:2 Platte (44.), 1:2 Möller Daehli (60.)

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Müllheim)

Gelbe Karten: Tempelmann, Nürnberger / Stiepermann, Platte, Schuster

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