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Paderborns Neuzugang fragte schon vor Michels vergebenem Elfmeter beim Top-Torjäger nach

Muslija wollte sofort schießen

Paderborn

Eins wurde bereits beim Heimdebüt von Florent Muslija deutlich: Der Neuzugang aus Niedersachsen verfügt über riesengroßes Selbstbewusstsein. Paderborns Mittelfeldspieler zählte bei der 3:4-Niederlage gegen Werder Bremen allerdings auch zu den besten Akteuren auf dem Platz.

Von Matthias Reichstein

Paderborns Torschütze Florent Muslija feiert seinen Treffer zum 2:1 mit Philipp Klement (von links), Ron Schallenberg und Dennis Srbeny.  Foto: dpa

Bereits vor dem verschossenen Elfmeter von Sven Michel   (13.) hatte sich der Deutsch-Kosovare als Strafstoßschütze bei Paderborns Top-Torjäger (14 Treffer, 8 Vorlagen) angeboten. Doch der 31-Jährige lehnte ab. Warum sollte   der erfolgreichste Angreifer der Ostwestfalen auch nicht antreten? In der Liga hatte Michel den   Elfer beim 1:1 gegen Hansa Rostock sicher verwandelt, in der Saisonvorbereitung gegen den Erstligisten VfL Wolfsburg (5:4) ebenso. „Normalerweise soll der Gefoulte nicht selbst antreten, aber ich fühlte mich sicher“, sagte Michel.

Das Ende ist bekannt. Michel schoss schwach, Jiri Pavlenka im Bremer Tor hatte wenig Mühe, doch der Fehlschuss blieben folgenlos. Bremens Innenverteidiger Marco Friedl war zu früh in den Strafraum gelaufen und so beim Nachschuss vor Michel auch eher am Ball. „Ich hätte das Ding nur noch reinschieben müssen, aber Friedl konnte klären   und deshalb wurde der Elfer auch wiederholt“, sagte Michel, der sich hinterher von   Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) genau informiert ließ. Noch einmal antreten wollte er aber nicht, ließ Muslija den Vortritt und der 23-Jährige traf zum 1:0.

Dem Trainer war‘s am Ende auch egal

Lukas Kwasniok kannte die Vorgeschichte nicht, dem Trainer war‘s am Ende auch egal: „Ich mische mich da weder vor noch während des Spiels ein. Das sind erwachsene Männer, die alle in der Lage sind, aus elf Metern den Ball rein zu dreschen. Glücklicherweise hatten wir diesmal noch einen zweiten Versuch.“


Weil der Strafstoß wiederholt wurde, wird Michels vergebener Versuch in keiner Statistik auftauchen. Nachzulesen ist dort aber, dass es   der dritte Paderborner Elfmeter in dieser Saison war. Das ist nicht viel, doch nur der Hamburger SV und Holstein Kiel durften sich bislang den Ball einmal mehr am Punkt zurechtlegen. Bei Paderborn trafen – wie erwähnt – Michel und Muslija,   Dennis Srbeny verschoss gegen den FC St. Pauli. Doch auch das blieb ohne Konsequenzen, der SCP gewann damals mit 3:1 und verbuchte den ersten Heimsieg.

Als Elfmeterkiller durfte sich in dieser Saison Jannik Huth schon zweimal feiern lassen. Der SCP-Torhüter gewann beim   2:1-Erfolg gegen den FC Ingolstadt das Duell mit Stefan Kutsche und war auch beim 1:1 gegen den SV Sandhausen von Pascal Testroet nicht zu bezwingen.

Muslija hat auch schon einen Elfer verschossen

Nur nebenbei: Muslija, der Samstag auch noch zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Hausherren traf, ließ in dieser Spielzeit auch schon eine Strafstoß-Chance aus. Bei der 0:4-Niederlage gegen Tabellenführer Darmstadt 98 trug er aber noch das Trikot von Hannover 96.

Florent Muslija umspielt hier Werders Anthony Jung.  Foto: Wilfried Hiegemann
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