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John Iredale trifft: SC Paderborn 07 schlägt im Testspiel den türkischen Erstligisten Antalyaspor 1:0

Auch in der Breite gut besetzt

Paderborn

Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 hat auch in der Breite einen guten Kader. Im Testspiel gegen den türkischen Erstligisten Antalyaspor gab es am Dienstag einen knappen, aber ungefährdeten 1:0 (1:0)-Sieg.

Von Matthias Reichstein

John Iredale, hier verfolgt vom Ex-Bremer Ömer Toprak, schoss den SCP zum 1:0-Testspielsieg

Das Tor erzielte nach Zuspiel von Dennis Srbeny der Aus-tralier John Iredale (28. Minute).

Besonders in der ersten Hälfte konnte eine Mannschaft überzeugen, die ausnahmslos mit Spielern besetzt war, die bislang wenig bis gar nicht zum Einsatz kamen. In der Startelf standen mit Moritz Schulze und Dominik Bilogrevic sogar zwei U21-Spieler. Eine Viertelstunde vor Schluss wechselte Lukas Kwasniok mit Christian Stabenau, Marlon Lakämper und Luca Kiefer noch drei weitere Nachwuchskicker ein, ohne dass ein Bruch im Spiel entstand. Entsprechend zufrieden war dann auch der Trainer: „In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise sogar die Spielkontrolle gehabt und damit unsere Idee des Fußballs deutlich mehr auf den Platz bekommen. Mit zunehmender Spielzeit mussten wir mehr verteidigen. Aber die Null zu halten und aus dem Spiel heraus nichts anbrennen zu lassen, war richtig gut.“

Gleich die erste Chance nutzte Iredale zur Führung (28.), doch auch in der Folgezeit gab der SCP den Ton an. Jonas Carls (31./Zuspiel Richmond Tachie), Uwe Hünemeier (34.) und Srbeny (38.) hätten den Vorsprung sogar noch ausbauen können.

Ex-Schalker Haji Wright vergibt Doppelchance

Im zweiten Abschnitt machte der Vorjahres-Siebte der Süper Lig dann deutlich mehr Druck. Der Ex-Schalker Haji Wright (57./58.) vergab eine Doppelchance kläglich. Einmal rettete Hünemeier nach einem Schuss von Houssam Ghacha (72.) auf der Torlinie. Da war das von Moritz Schulze sehr ordentlich gehütete Tor leer.

Uwe Hünemeier (links) im Zweikampf mit Antalyas Spieler Haji Amir Wright. Rechts Paderborns Tobias Müller. Foto: Oliver Schwabe

Insgesamt bleibt festzuhalten: Um die Defensive braucht sich der SCP in dieser Saison keine Sorgen zu machen. Auch die zweite Kette mit Robin Bormuth, Hünemeier und Adrian Gryszkiewicz sowie Marco Schuster als Abräumer davor stand sicher. Vorne passierte beim SCP allerdings fast nichts mehr. Für Kwasniok war das keine Überraschung: „Wir haben im zweiten Abschnitt sehr viel im Block verteidigen müssen, deshalb waren wir ganz zwangsläufig weiter weg vom gegnerischen Tor und konnten uns deshalb keine weiteren klaren Chancen herausspielen. Es ist aber auch keine Schande, wenn man gegen eine Mannschaft wie Antalyaspor in der eigenen Hälfte verteidigen muss.“ Kwasniok sagte aber auch: „Natürlich hätte ich mir in der zweiten Hälfte längere Ballbesitzphasen zu Erholung gewünscht.“

Ein Thema war auch ein Profi, der am Dienstag gar nicht auf dem Platz war: Schlussmann Leopold Zingerle. Die ehemalige Nummer 1 stand nicht einmal im Aufgebot. Das dürfte ein klarer Hinweis sein, dass Kwasniok die Pflichtspiele unter den Torhütern – wie schon in der vergangenen Spielzeit – nicht aufteilt und Stammkeeper Jannik Huth auch am Samstag im Pokalspiel beim Oberligisten FC Einheit Wernigerode zwischen den Pfosten steht. Kwasniok sagte dazu nur soviel: „Ich habe meine Entscheidung innerhalb der Mannschaft noch nicht kommuniziert. Deshalb werde ich mich dazu öffentlich nicht äußern.“

SCP: Schulze - Bormuth, Hünemeier, Gryszkiewicz (76. Kiefer) - Schuster - Tachie, Bilogrevic (76. Lakämper), Müller, Carls - Iredale (76. Stabenau), Srbeny

Tor: 1:0 Iredale (28.)

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