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Zweitligist SC Paderborn 07 bereitet sich im niederländischen Garderen auf die kommende Saison vor

Aus dem Kader soll ein Team werden

Paderborn

Es sind nur sechs Tage, aber die sollen intensiv genutzt werden: Um 9 Uhr brach Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 am Montagmorgen auf und bezog am Mittag mit 27 Profis und weiteren 13 Mitarbeitern (Trainer, Physios, Zeugwart, Mannschaftsarzt, Management) das Quartier im Hotel „Résidence Groot Heideborgh“ im niederländischen Garderen.

Von Matthias Reichstein

Für SCP-Trainer Lukas Kwasniok beginnt mit dem Trainingslager der zweite Teil der Vorbereitung. Foto: Oliver Schwabe

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ließ es Cheftrainer Lukas Kwasniok am Spätnachmittag aber zunächst etwas ruhiger angehen: „Die Jungs haben zwei Testspiele an zwei Tagen in den Knochen, da stand die erste Übungseinheit ganz klar im Zeichen der Regeneration.“

Trainiert wird, mit Ausnahme der beiden Spieltage, täglich zweimal (10.30 und 17 Uhr), das Trainingslager teilt der Fußballlehrer grundsätzlich in zwei Phasen auf. Bis zur Testpartie am Mittwoch gegen den Drittligisten SV Meppen hat Kwasniok noch den gesamten Kader im Blick und will möglichst vielen Profis die Chance geben, zumindest eine Halbzeit zu spielen. Deshalb ist es denkbar, dass diese vierte Begegnung in der Vorbereitung in die „Nachspielzeit“ geht und damit deutlich länger dauert als die üblichen 90 Minuten. „Gegen Meppen werden wir noch einmal mehr Ballbesitz haben. Da möchte ich das Spiel nutzen, um weitere Eindrücke zu sammeln. Am Samstag gegen Ajax Amsterdam wird weniger experimentiert. Da habe ich auch schon ein bisschen den Zweitligastart im Auge“, kündigte Kwasniok an.

„Defensiver Rhythmuswechsel“ ist das große Thema der Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag: „Aktuell lasse ich alles anjagen, aber überwiegend auch deshalb, damit sich die Jungs die nötigen Körner holen. Doch mit Blick auf die lange Saison müssen wir hier in den kommenden Wochen die richtige Balance finden und in bestimmten Phasen auch mal abwartender spielen.“

Für den neuen Coach steht aber nicht nur der Sport im Vordergrund. Der große Kader soll in den sechs Tagen auch zu einem Team zusammenwachsen. Dazu gehören nicht nur die 27 Zweitligakicker, sondern auch der Trainerstab. Denn bis auf Nico Burchert (Torhüter) wurde auch dieser Bereich komplett verändert.

Das Quartier hatte Teammanager Robin Trost ausgesucht, die Rasenplätze waren zuvor von Chefgreenkeeper Matthias Stuke begutachtet und für gut befunden worden. Kwasniok: „Ich hatte im Vorfeld nur Fotos gesehen und habe mich auf die guten Mitarbeiter im Verein verlassen.“ Enttäuscht wurde der 40-Jährige nicht. Hotel und Plätze sind in einem Top-Zustand.

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