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Kommentar zum Abstieg des SC Paderborn

Der SCP war nicht erstligareif

Ein Abstieg schmerzt, auch wenn er sich angekündigt hatte. 20 Punkte nach 32 Spieltagen, kein Heimsieg in diesem Jahr und insgesamt nur vier Dreier in der gesamten Saison – die Ausbeute ist mager. Und auch wenn der SCP krasser Außenseiter war, dieser zweite Erstligaabstieg innerhalb von fünf Jahren ist viel deutlicher ausgefallen, als sich das die Verantwortlichen vorgestellt hatten.

Matthias Reichstein

Paderborns Kai Pröger reagiert nach dem Spiel enttäuscht. Foto: dpa

Dem SC Paderborn ist im vergangenen Jahr mit einer höchstens mittelmäßigen Zweitligamannschaft der Aufstieg gelungen. Ein überragender Teamgeist und die überraschend gute Entwicklung einzelner Spieler glich in der Saison 2018/2019 sehr schnell die Vorteile der finanzstärkeren Klubs aus. Dass die Aufstiegself dann durch die Abgänge von Philipp Klement oder Bernard Tekpetey (gemeinsam 26 Tore und 13 Vorbereitungen) geschwächt in die 1. Liga gehen musste, ist bekannt und war der größte Fehler. Der SCP war so nicht konkurrenzfähig, der Umstand konnte auch durch Zukäufe nicht mehr korrigiert werden.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Verein, Mannschaft und Trainerteam bundesweit unglaublich viele Sympathiepunkte gesammelt haben. Über weite Strecken dieser Spielzeit stand die Marke SCP für Mut, Moral, Leidenschaft. Dafür gab es zwar viel Lob, aber keine Punkte. Deshalb bleibt am Ende nur dieses Urteil: Der SC Paderborn war nicht erstligareif.

Erstklassig muss nun aber die Vorbereitung auf die 2. Liga sein. Denn sollte ein zweiter Absturz wie nach dem Abstieg 2015 folgen, wäre der Profifußball in Paderborn Geschichte.

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