Kommentar zum SC Paderborn

Diese Serie ist auch für den Trainer

Als Steffen Baumgart vor gut vier Wochen erklärte, den SC Paderborn am Saisonende nach vier Jahren zu verlassen, gab es durchaus Bedenken.

Peter Klute

Steffen Baumgart hat gut lachen: Seine Paderborner Mannschaft gewann nach 0:2-Rückstand in Aue noch mit 8:3. Foto: imago images/Picture Point LE

Wie reagiert die Mannschaft? Läuft der Bundesliga-Absteiger noch Gefahr, zum zweiten Mal nach 2015 in die 3. Liga durchgereicht zu werden? Der SCP war bis dato noch nicht gerettet und die Leistung im Spiel zuvor bei der 1:2-Niederlage in Nürnberg nicht wirklich zweitligatauglich gewesen.

Doch was die Mannschaft in den vergangenen vier Wochen abgeliefert hat, zeigt erstens ihre Qualität, zweitens ihren Charakter und drittens das gute Verhältnis zum scheidenden Coach. Fünf Spiele: drei Siege, zwei Unentschieden, keine Niederlage. Die erste Antwort auf Baumgarts Weggang war ein 3:0 gegen Tabellenführer VfL Bochum, mit Fortuna Düsseldorf wurde ein weiterer Aufstiegskandidat besiegt, die Kontrahenten Eintracht Braunschweig und VfL Osnabrück stemmen sich mit allem gegen den Abstieg und in Aue ist es eigentlich immer unangenehm.

Doch es ist den Spielern anzumerken, dass sie Baumgart mit aller Macht einen gebührenden Abschied bereiten wollen. Wenn es um nichts mehr geht und der Gegner im eigenen Stadion nach vier Minuten 2:0 führt, hätte sich manch ein Team hängen lassen. Daher war die Reaktion unglaublich bemerkenswert.

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