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Der SC Paderborn spielt nicht so gut, dreht aber beim 2:1 gegen Sandhausen erstmals eine Partie und punktet dreifach

Diesmal ist es umgekehrt

Paderborn

Hoher Aufwand, wenig Ertrag: Das war der SC Paderborn in den vergangenen Wochen. Der Zweitligist blieb trotz ansehnlicher Auftritte vier Pflichtspiele ohne Sieg.

Peter Klute

Kai Pröger durfte mal wieder ran und sich am Ende mit Trainer Steffen Baumgart über drei Punkte freuen. Foto: Wilfried Hiegemann

Beim 2:1 (1:1)-Erfolg gegen den SV Sandhausen war es umgekehrt: volle Ausbeute bei durchschnittlicher Leistung. Zur Freude der Hausherren und zum Leidwesen äußerst engagierter Gäste.

„Die Mannschaft ist ziemlich geknickt, auch wenn wir uns hier sehr gut präsentiert haben“, sagte Sandhausens Interimscoach Gerhard Kleppinger. Sein Kollege Steffen Baumgart hatte dagegen gleich doppelten Grund für gute Laune. Zum ersten Mal in dieser Saison verwandelte seine Mannschaft einen Rückstand in einen Sieg und für Baumgart selbst war es der erste Dreier gegen Sandhausen. Doch das vernebelte dem Coach keineswegs die Sicht. „Wer erwartet hat, dass wir hier gegen einen Abstiegskandidaten spielen, der hat gesehen, dass das nicht so ist. Wir haben jetzt 30 Punkte und die haben wir gerne, aber das war ein ganz hartes Stück Arbeit und man kann nicht sagen, dass das ein verdienter Sieg war. Sandhausen ist abgezockt, da haben wir noch viel zu lernen. Aber Riesen-Kompliment an die Jungs für ihre Einstellung.“ Für Manager Fabian Wohlgemuth war das Resultat ein Stück weit Gerechtigkeit. „Für uns war es wichtig, nach etlichen guten Leistungen in den vergangenen Wochen auch im Ergebnis wieder zu überzeugen.“

Doppelwechsel zur Pause

Obwohl die Paderborner wussten, was sie erwartet, schienen sie von der körperlichen Wucht des Gegners zunächst überrascht. Wie im Hinspiel trafen die Kurpfälzer nach einem Einwurf. Die Hereingabe von Gerrit Nauber vollstreckte Besar Halimi nach einer Viertelstunde zum 0:1. „Das sind Einwürfe wie Ecken“, urteilte Baumgart, dessen Mannschaft gegen die Lufthoheit auf der anderen Seite große Probleme hatte. Da half es auch nicht, dass Baumgart sich in der Startelf für Svante Ingelsson anstelle des in Hannover durchaus überzeugenden Sebastian Vasiliadis entschieden hatte: „Vasi war davor sieben Wochen nicht im Kader. Da ging es auch um Frische und darum, dass Svante zwei Köpfe größer ist.“ Zur Pause aber kam dann doch Vasiliadis als zweiter Sechser für den Gelb-Rot-gefährdeten Schweden, der aufgrund seiner fünften Verwarnung am Dienstag im Nachholspiel gegen Heidenheim fehlt. Außerdem wurde Frederic Ananou durch Johannes Dörfler ersetzt. „Freddy war heute nicht so sicher“, begründete Baumgart.

Vor dem Doppelwechsel durften die Ostwestfalen noch den Ausgleich bejubeln, den Dennis Srbeny nach einem langen Ball von Kapitän Sebastian Schonlau besorgte (36.). Dieses 1:1 wäre auch am Ende okay gewesen, doch einer hatte etwas dagegen. Christopher Antwi-Adjei erzielte in der 74. Minute das Siegtor. Es war der zweite Schuss der Gastgeber aufs Tor, so etwas nennt man effizient. Und es reichte für drei Punkte, da Sandhausen zwar nie aufgab, aber harmlos blieb.

Beim SCP stimmte das Ergebnis, beim SVS die Leistung, worauf sich die Trainer nach der Pressekonferenz auf Einladung von Kleppinger ein Bier gönnten.

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