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Proschwitz verärgert: »Keine positive Stimmung im Stadion«

Fans pfeifen auf ihren SCP

Paderborn (WB/MR). Hohen Unterhaltungswert hatte das 4:4 gegen die Münchner Löwen, nach dem Geschmack der Paderborner Fans war das dritte Heim-Remis in Folge natürlich nicht. Mit zwei Siegen in der Arena ohnehin wenig verwöhnt, gab’s schon während der Partie Pfiffe. 

Paderborn spielt gegen 1860 München 4:4. Die Fans waren sauer. Foto: Oliver Schwabe

Als die Spieler nach dem Ende des Spiels, wie eigentlich üblich, zu den Fans marschierten, um sich für die Unterstützung zu bedanken, drehten sie auf halber Strecke wieder ab und verschwanden in der Kabine.

Das war nur ein stummer Protest, Torschütze Nick Proschwitz war nach den 90 Minuten sogar richtig verärgert über die eigenen Anhänger: »Heute war keine positive Stimmung im Stadion. Ich habe nichts von einer Unterstützung für die Mannschaft gemerkt. Eher im Gegenteil.« Soweit wollte sein Teamkollege Niklas Hoheneder nicht gehen, fand aber auch deutliche Worte. »Kein Besucher ist schuld am 4:4. Das haben wir schon selbst verbockt. Aber wenn man bei einer 3:1-Führung ausgepfiffen wird, nur weil man den Ball mal zum Torhüter zurückspielt um die Zeit runterzuspielen, ist das sehr bitter«, sagte Hohen­eder und fügte noch hinzu: »Es ist für keinen Menschen schön, wenn man etwas macht, was man in der Situation für richtig hält, und dann ausgepfiffen wird. Das tut sogar richtig weh.«

Der Österreicher wollte aber jetzt nicht den Stab über die gesamte Fangemeinde des SCP brechen. Der Innenverteidiger machte deshalb für die gereizte Stimmung im Stadion auch nur einen kleinen Teil verantwortlich. »90 Prozent unserer Anhänger sind super. Aber leider nicht alle. Deshalb wollten wir dieses Signal senden.«

Paderborns Trainer Stefan Effenberg wollte sich zum Fan-Protest seines Kaders am Spieltag nicht konkret äußern, sondern erst mit seiner Mannschaft darüber reden. Der 47-Jährige machte aber deutlich: »Grundsätzlich fand ich die Stimmung nicht schlecht. Ich habe die Unterstützung von den Rängen sehr wohl gehört.«

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