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Paderborns Außenstürmer Antwi-Adjei schießt sein erstes Saisontor und entscheidet damit das Spiel gegen Sandhausen

„Jimmys“ Wartezeit hat ein Ende

Paderborn (WB/pk)

So lange musste Christopher Antwi-Adjei noch nie auf sein erstes Saisontor warten, zumindest nicht, seitdem er beim SC Paderborn (seit 2017) unter Vertrag steht.

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Die 74. Minute: Christopher Antwi-Adjei erzielt das Siegtor für den SC Paderborn gegen Sandhausen. Foto: Wilfried Hiegemann

Doch sein erster Treffer am Samstag gegen den SV Sandhausen zum 2:1 hatte es gleich doppelt in sich. Zum einen war er wunderschön, zum anderen brachte er drei Punkte.

Es war die 74. Minute, als der 27-Jährige SVS-Keeper Stefanos Kapino nach Zuspiel von Johannes Dörfler mit einem Hammer mit rechts in den linken Winkel keine Chance ließ und das Spiel entschied. Da staunte selbst der Gäste-Trainer. „Den hat er hervorragend oben reingeschweißt“, sagte Gerhard Kleppinger und auch sein Gegenüber Steffen Baumgart verneigte sich vor dem Kunstschützen: „Das war ein super Abschluss von Jimmy, so ein Tor schießt du nicht jede Woche. Aber genau das haben wir von ihm gefordert. Dass er mutig ist und den Abschluss sucht.“

Was die 93 Minuten betraf, kam Baumgart aber auch bei Antwi-Adjei zu dem Urteil, was er bezüglich der gesamten Mannschaft fällte: „Jimmy hat in den vergangenen Wochen besser gespielt als heute.“ So erkämpfte sich der gebürtige Hagener, dessen Vertrag am Saisonende ausfällt, seinen verlorenen Stammplatz zurück und stand auch gegen Sandhausen in der Startelf, obwohl Sven Michel nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder fit war. „Sven war zwei Wochen verletzt und wir wechseln ja nicht, nur weil er wieder da ist. Auch er muss sich den Platz erst wieder erarbeiten“, sagte Baumgart.

Antwi-Adjei dankte es seinem Trainer und bekam neben der Anerkennung für sein Tor noch ein Lob: „Er hat sich nach kleinen Fehlern gut reingearbeitet, Zweikämpfe geführt und Mentalität gezeigt.“ Der Matchwinner selbst war glücklich, ist aber noch längst nicht zufrieden. „Das war ein wichtiger Sieg für uns. Jetzt wollen wir eine Serie starten“, sagte er.

Vertrag läuft aus

Er hätte sicher auch nichts dagegen, wenn Sandhausen für ihn der Beginn von neuer Treffsicherheit wäre. „Natürlich wird ein Offensivspieler auch an Toren gemessen, aber ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt. Auch nicht, wenn ich nicht von Anfang an gespielt habe. Wenn du aufgibst, bringt dir das nichts“, blickt er zurück. Gegen Sandhausen wurden er und die Mannschaft belohnt, auch wenn Antwi-Adjei weiß: „Sandhausen war unangenehm und man hat gemerkt, dass sie punkten wollten.“

Das gelang aber dem SCP. Der Sieg und sein Tor helfen „Jimmy“ vielleicht dabei, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern. „Wir sind in einer guten Kommunikation. Der SCP ist mein erster Ansprechpartner, ich denke momentan nicht über andere Vereine nach“, sagte er und ergänzte: „Für mich spielt es eine große Rolle, ob der Trainer bleibt. Ich arbeite jetzt seit vier Jahren mit ihm zusammen, da herrscht großes Vertrauen.“

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