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Paderborns Präsident Volkmann stärkt Trainer

Klares Bekenntnis zu Baumgart

Paderborn (WB). Grauer Himmel, leichter Regen – es ist ungemütlich in Paderborn. Die mageren vier Punkte nach zehn Spieltagen drücken auch ein wenig die Stimmung rund um den SCP. Mehr aber nicht. »Bei uns läuft niemand herum und verbreitet Hektik. Wir wissen, wer wir sind. Wir wissen auch, wo wir herkommen«, sagt Elmar Volkmann.

Matthias Reichstein

Keine Zweifel: Manager Martin Przondziono (links) ist von der Arbeit seines Trainers Steffen Baumgart überzeugt. Foto: Guido Kirchner/dpa

Der 73-Jährige ist Vereinspräsident, in Personalunion auch Vorsitzender des Wirtschaftsrates und damit der mächtigste Mann im Verein. Bei Fragen um die sportliche Situation blockt der Steuerberater lieber ab, in einem Punkt wird Volkmann dann aber doch sehr deutlich: »Ich kann mir überhaupt kein Szenario vorstellen, in dem wir unseren Trainer Steffen Baumgart infrage stellen.« Das sei im Übrigen ohnehin Sache der sportlichen Leitung, Raum für Spekulationen lässt aber ebenso Manager Martin Przondziono nicht.

Sein Bekenntnis zu Baumgart vor dem Kellerduell am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gegen den FC Augsburg formuliert er so: »Im Fußball gibt es keinen Freifahrtschein. Aber solange ich erkenne, dass wir uns gemeinsam alle entwickeln, und hier ist der Trainer ein ganz wichtiger Bestandteil, führe ich diese Diskussion nicht.«

Marktwert enorm entwickelt

Wobei auch Rang 18 dem eigentlichen Ziel des Vereins nicht unbedingt entgegensteht: dauerhaft ein Platz unter den besten 30 Mannschaften in Deutschland. Darum geht es Baumgart, und deshalb trägt er die Vereinspolitik auch mit: »Wir werden mit aller Macht versuchen, die Liga zu erhalten. Aber in erster Linie geht es nicht um den Klassenerhalt, entscheidend ist es, den Fußball-Standort Paderborn zu sichern.« Worauf Baumgart anspielt, ist der Absturz zwischen 2015 und 2017: »Der SC Paderborn ist ein gebranntes Kind. Deshalb war jetzt der Schuldenabbau wichtig.«

Perspektiven sieht der Fußballlehrer dennoch. Der Marktwert der Mannschaft habe sich enorm entwickelt, die fünf Nationalspieler im Kader seien ein guter Beleg. Mit Sebastian Vasiliadis (Griechenland) und Christopher Antwi-Adjei (Ghana) könnten weitere folgen. »Das zeigt, welche Entwicklung unser Verein nimmt.«

Ritter fehlt im Training

Die kommenden Länderspielreisen seiner Schützlinge beeinflussen auch die folgende Trainingswoche, ebenso die Erfahrungen aus der vergangenen Pause. Da gefielen Baumgart die Platzbedingungen in Lohfelden beim 3:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden nicht, der SCP absolviert diesmal nur am 13. November in Lippstadt einen Test gegen eine Warsteiner-Auswahl (bis Landesliga). »Wir konzentrieren uns auf das Training«, sagt Baumgart. Da fehlt weiter Marlon Ritter. Ein »Einriss im Leistenbereich« macht dem 25-Jährigen zu schaffen, eine Prognose wagt Baumgart nicht: »Wir haben da alle zu schnell zu viel gewollt. Jetzt passen wir besser auf und nehmen uns mehr Zeit.«

Nur trainieren darf Babacar Gueye: Der Stürmer sah bei einem U21-Spiel die Rote Karte und wurde für drei Spiele gesperrt. Nach einem SCP-Protest wurde die Sperre um eine Partie reduziert, der 24-Jährige bleibt aber bis zum Spiel in Dortmund ohne Einsatz.

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