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Paderborns Aufstiegsmannschaft weckt Begehrlichkeiten: Antwi-Adjei zum FSV Mainz?

Krösche: »Kein Spieler ist unverkäuflich«

Paderborn (WB). Verlässt Christopher Antwi-Adjei (24) nach nur einem Jahr schon wieder den SC Paderborn? Angeblich hat der schnelle Außenstürmer (35 Spiele, 7 Tore) bei einigen Erstligisten großes Interesse geweckt. Einer soll der FSV Mainz 05 sein.

Matthias Reichstein

Ein Objekt der Begierde: Paderborns Stürmer Christopher Antwi-Adjei. Foto: Oliver Schwabe

Paderborns Manager Markus Krösche machte am Montag deutlich: »Bis jetzt liegt uns keine Anfrage vor. Für keinen unserer Spieler.« Das heißt aber nicht, dass Krösche nicht mit Angeboten rechnet. »Wir haben viele sehr interessante Spieler und die meisten Vereine beginnen jetzt erst mit ihren Planungen. Da kann noch viel passieren.«

SCP ist bei Personalplanungen schon sehr weit

Mit den fünf Neuzugängen Sebastian Vasiliadis (VfR Aalen), Klaus Gjasula (Hallescher FC), Tobias Schwede, Julius Düker (beide 1. FC Magdeburg) sowie Uwe Hünemeier (Brighton & Hove Albion) ist der SCP bei seinen Personalplanungen schon sehr weit, entsprechend entspannt blickt der 37-Jährige den kommenden Wochen entgegen: »Wir haben auch wichtige Verträge sehr früh verlängert, deshalb können wir in keine Drucksituation kommen.«

Grundsätzlich gehört der SC Paderborn mit seinem vergleichsweise bescheidenen 17 Millionen-Euro-Etat für den gesamten Verein zum unteren Drittel der 2. Liga und ist auf Transfererlöse angewiesen.

Unterschiedliche Typen machen Paderborner Spiel variabel

Deshalb will Krösche auch nichts ausschließen. »Niemand ist unersetzlich und damit unverkäuflich. Gute Leistungen wecken Begehrlichkeiten und wenn Spieler die Chance bekommen, sich sportlich und finanziell zu entwickeln, dann stehen wir als SC Paderborn auch in der Verantwortung, nicht alles kaputt zu machen.«

Das heißt im Umkehrschluss: Der SCP hört sich jedes Angebot an. Krösche sagt aber auch: »Am Ende muss es eine Lösung geben, die für alle Seiten Sinn macht. Für den Spieler, aber genauso für uns als abgebenden Verein.«

Deshalb wartet er völlig unaufgeregt auf die Dinge, die da kommen könnten. In Zusammenarbeit mit Trainer Steffen Baumgart ist es dem Ex-Profi zuletzt immer gelungen, gleiche Positionen mit unterschiedlichen Typen zu besetzen. Damit bleibt das SCP-Spiel variabel und das Team kann auf jede Situation taktisch reagieren.

Ein guter Beleg ist ein Blick in die Torschützenliste: 15 verschiedene SCP-Spieler trafen in dieser Saison bereits. Mit Phillip Tietz (6) auch einer, der erst im Winter als Nachfolger von Dennis Srbeny (für 1,5 Millionen Euro zu Norwich City) kam. »Wir versuchen auf alles vorbereitet zu sein«, sagt Krösche.

Finale am Pfingstmontag

Der SCP muss am Pfingstmontag (14.30 Uhr, Sportzentrum Pulverwald) seinen Titel als Westfalenpokalsieger verteidigen. Gegner ist Regionalliga-Absteiger TuS Erndtebrück. Die ARD überträgt den »Finaltag der Amateure« mit insgesamt 21 Endspielen von 12.15 Uhr an wieder live.

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