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Nach dem 0:1 in Darmstadt: Paderborn ist dran am Cottbuser Torjäger

Mamba bleibt ein Thema

Paderborn (WB). Keine gute Offensivaktion über die gesamten ersten 90 Zweitligaminuten der Saison 2018/2019 – die Enttäuschung über das 0:1 in Darmstadt war auch am Tag danach noch groß. Einen weiteren Erklärungsversuch machte Manager Markus Krösche am Montag: »Unsere Jungs wurden auch von der Robustheit überrascht. In der 2. Liga wird wie auf kaltes Eisen gehauen. Daran werden wir uns schnell gewöhnen müssen.«

Matthias Reichstein

Seine Tor-Quote ist beeindruckend: Streli Mamba vom Drittligisten FC Energie Cottbus. Foto: Thomas F. Starke

Die Südhessen waren auch ein gutes Beispiel dafür, welcher Gegner-Typ den SCP in den kommenden Monaten erwartet: defensiv gut stehen und viele Zweikämpfe führen. Der Versuch, Fußball auch zu spielen, wird bei einem Großteil der Zweitliga-Konkurrenz eher eine untergeordnete Rolle einnehmen. »Uns wird man kaum Luft zum atmen lassen. Darauf müssen wir uns einstellen«, fordert Krösche und nennt noch einen weiteren Grund für den punktlosen Start: Dem Neuling SC Paderborn fehlt die nötige Erfahrung. Der Altersschnitt der Mannschaft liegt bei 24,6 Jahren, mit Kapitän Christian Strohdiek stand am Sonntag nur ein Profi in der Startelf, der bereits über einen längeren Zeitraum Spiele in der 2.Liga absolviert hat. Krösche: »Wir hatten gegen Darmstadts abgezockte Truppe praktisch nur Frischlinge auf dem Rasen.«

Akte Streli Mamba noch offen

Für Erfahrung, Cleverness und ein gutes Stück Abgezocktheit steht zum Beispiel Daniel Keita-Ruel. Monatelang bemühten sich die Paderborner um den 28-Jährigen und waren sich eigentlich auch schon einig, am Ende wechselte der Torjäger für viel mehr Geld von Fortuna Köln zum Liga-Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth. Geld, das scheinbar gut angelegt ist: In Fürth drehte der Franzose sofort auf. Seine beiden Treffer halfen mit, den 0:1-Rückstand gegen Sandhausen noch in einen 3:1-Sieg zu verwandeln.

Die Akte Daniel Keita-Ruel ist für Krösche aber längst geschlossen, eine andere dagegen noch nicht: Streli Mamba . Der Stürmer steht allerdings beim Drittliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus noch bis zum 30. Juni 2019 unter Vertrag. Am Sonntag, beim 2:0-Auswärtssieg der Lausitzer gegen den SV Wehen Wiesbaden, erzielte der 24-Jährige beide Treffer. Im vergangenen Jahr in der Regionalliga war er insgesamt 19-mal erfolgreich. Seit Wochen bemühen sich die Paderborner um den Mittelstürmer, bislang erfolglos.

»Streli will zu uns, das ist Fakt«

Das könnte sich jetzt ändern. »Aus Paderborn ist kolportiert, dass er einen Vorvertrag unterschrieben hat«, schob Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz die Personalie zumindest im Hinblick auf die nächste Saison erneut an. »Alles Quatsch«, konterte Krösche: »Erst ab Januar 2019 dürfen wir Verträge machen.« Allerdings bestätigte er den weiterhin engen Kontakt: »Streli will zu uns, das ist Fakt.« So soll sich der Angreifer auch schon gegenüber seinen Teamkollegen geäußert haben.

Doch die Fronten scheinen (noch) verhärtet: Der SCP soll eine Ablösesumme von 500.000 Euro geboten haben, Cottbus lehnt bislang jede Verhandlung ab. Die Zeit läuft allerdings für die Ostwestfalen. Ende August schließt das Transferfenster. Klappt es jetzt nicht, dann wäre Mamba ab 1. Juli 2019 ablösefrei zu haben.

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