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Der SC Paderborn 07 erkämpft sich nach einer Pausenführung wenigstens noch ein 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg

Michel rettet den einen Punkt

Paderborn

Die schwarze Serie des SC Paderborn hat ein Ende. Im sechsten Anlauf gab es beim 2:2 (1:0) gegen Angstgegner 1. FC Nürnberg wenigstens einen Punkt.

Von Matthias Reichstein

Umkämpftes Spiel: Paderborns Kai Pröger (rechts) im Duell mit dem starken Nürnberger Mats Möller Daehli. Foto: Wilfried Hiegemann

Jannis Heuer (18.) hatte den SCP in Führung gebracht. Die Gäste drehten nach der Pause innerhalb von nur vier Minuten das Spiel. Doch Sven Michel (85.) rettete den Punkt.

„Ich bin am Ende einverstanden mit dem Remis und darf nach dem gesamten Spielverlauf auch glücklich über den Punktgewinn sein. Was der Zähler wert ist, wird die Saison noch zeigen“, sagte Paderborns Trainer Lukas Kwasniok. Nürnbergs Trainer Robert Klauß war das Ergebnis zu wenig: „Das ist ärgerlich und ich bin nicht zufrieden. Aber wir haben es versäumt, das 3:1 zu machen. Dafür wurden wir bestraft.“

Ein klassischer Konter (11.) sorgte für die erste Großchance. Sven Michel hatte freie Schussbahn, doch er stand im Abseits. Eine ähnliche Möglichkeit bot sich Dennis Srbeny in Minute 29.

Dazwischen fiel die Paderborner Führung: Nach einer Ecke von Kai Pröger (19.) stand Jannis Heuer am zweiten Pfosten, nahm den Ball mit der Brust an und drosch ihn dann unter die Latte. Der SCP war hier aber auch im Glück: Jasper van der Werff hatte zuvor Nürnbergs Johannes Geis zu Boden geworfen.

Die Ostwestfalen übernahmen in der Folgezeit auch immer mehr die Spielkontrolle, ohne sich aber weitere klare Möglichkeiten herauszuspielen. Dafür kassierte Trainer Kwasniok (43.) wegen Reklamierens die Gelbe Karte. „Offensichtlich war mein Abwinken respektlos“, hatte der Coach keine so richtige Erklärung für die Verwarnung.

Schiedsrichter Schiedsrichter Sven Jablonski zeigt Lukas Kwasniok die Gelbe Karte. Schiedsrichter Schiedsrichter Sven Jablonski zeigt Lukas Kwasniok die Gelbe Karte. Foto: Wilfried Hiegemann

Mit Wiederanpfiff brachte Nürnbergs Coach Klauß mit Felix Lohkemper und Manuel Schäffler zwei frische Offensivkräfte und die Partie drehte sich komplett. „Oh, jetzt könnte es eng werden“, dachte sich Kwasniok nach der ersten Szene im zweiten Abschnitt und sein Gefühl sollte ihn nicht täuschen. Paderborn kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, Nürnberg hatte mehr Schwung, bekam Übergewicht und glich aus: Mats Möller Dähli (54.) traf mit seinem Flachschuss zunächst den Pfosten, der Abpraller sprang von Jannik Huths Rücken über die Linie. Nur vier Minuten später ging der Club in Front. Diesmal legte der starke Norweger für Schäffler auf, der in Schräglage zum 2:1 traf.

Nürnberg war nun deutlich besser. Lohkemper (76.) hatte die Entscheidung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. „Hier sind wir komplett ins Schwimmen gekommen und hatten Glück, dass die Nürnberger in dieser Phase das Spiel nicht killen“, meinte Kwasniok.

Der eingewechselte Felix Platte (77.) vergab Paderborns beste Möglichkeit, er legte sich nach Michel-Zuspiel den Ball zu weit vor. Michel selbst machte es dann besser: Nach einer Justvan-Vorarbeit mit der Hacke lupfte er den Ball zum 2:2-Endstand ins Tor.

„Am Ende war es eine Willensleistung unseres Teams, die uns über einen Punkt freuen lässt“, sagte Manager Fabian Wohlgemuth.

SC Paderborn 07: J. Huth - Heuer (74. Dörfler), Hünemeier, Van Der Werff, Collins - Ma. Schuster, Schallenberg, Thalhammer (67. Justvan) - Pröger (87. Steinwender), Srbeny (67. Platte), S. Michel

1. FC Nürnberg: Mathenia - Valentini, Sörensen, F. Hübner, Handwerker - Geis - Krauß, Tempelmann (61. Nürnberger) - Möller Daehli (74. T. Duman) - Schuranow (46. Lohkemper), Borkowski (46. Schäffler)

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 5000

Tore: 1:0 Heuer (19.), 1:1 Huth (Eigentor/54.), 1:2 Schäffler (58.), 22. Michel (85.)

Gelbe Karten: Kwasniok, Srbeny / Hübner, Sörensen, Tempelmann

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