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Geschäftsführer Martin Hornberger äußert sich zur Unterschriftenaktion

Petition: Der SCP nimmt Stellung

Paderborn (WB). Fußball-Bundesligist SC Paderborn hat die Online-Petition der Fans, die die Kooperation mit RB Leipzig ablehnen, registriert. SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger äußert sich zur Unterschriftenaktion.

Martin Hornberger ist Geschäftsführer des SC Paderborn. Foto: Besim Mazhiqi

Der SCP-Funktionär bleibt nach dem Online-Aufruf der Fans gelassen. Beim SCP wolle man erst einmal die Gespräche mit den eigenen Anhängern abwarten, die für Ende Juni angesetzt sind und nicht öffentlich stattfinden. »Eine Online-Petition bedeutet, dass ganz Deutschland Stellung nimmt. Wir konzentrieren uns auf unsere Fans und lassen uns nicht von den Fans anderer Vereine die Meinung sagen«, sagt Hornberger

Kurios: Der Geschäftsführer selbst kenne die Fangruppe nicht, die die Petition erstellt hat. »Die ist mir nicht bekannt«, sagt Hornberger. Er verweist zudem noch einmal darauf, dass es bei der Kooperation um einen reinen sportlichen Austausch zwischen beiden Vereinen gehe. »Aber RB Leipzig erregt anscheinend die Gemüter.«

Darum geht es bei der Online-Petition

In dem »Offenen Brief zur Kooperation SC Paderborn mit RB Leipzig« richtet sich der Verfasser stellvertretend für viele seiner »Freunde aus Block P« an die Klubführung des Fußball-Bundesliga-Aufsteigers . Sie fordern, dass die geplante Zusammenarbeit beider Vereine »SOFORT gestoppt werden« müsse. Ansonsten »droht die tiefe Spaltung des Vereins und ein kaum wieder zu korrigierender gravierender Imageverlust«.

Weiter heißt es: »Wir sind Architekten, Lehrer, Sozialarbeiter, Musiker, Ingenieure, Ärzte... und bilden somit einen breiten Querschnitt durch die bundesdeutsche Mittelschicht. Die meisten von uns sind schon langjährige Mitglieder des Vereins. Es sollte Sie interessieren, was wir zu der Kooperation mit RB Leipzig zu sagen haben«.

Verfasser der Petition sehen Kooperation als »folgenschweren Irrtum«

Das ist Folgendes: Die Verfasser der Petition seien der festen Überzeugen, dass ihr SC Paderborn »einem folgenschweren großen Irrtum mit der Kooperation mit dem von Red Bull dominierten Verein aus Leipzig unterliegen wird.« Sie befürchten eine wachsende wirtschaftliche Nähe zum Red-Bull-Netzwerk, verweisen auf einen »Imagewechsel des tapferen kleinen David SCP zum Farmteam von RB Leipzig (O-Ton ›Die Welt‹)«. Das würde Sponsoren abschrecken und »still und heimlich Abhängigkeiten auch nackter wirtschaftlicher Art« mit sich bringen.

In Sachen Ansehen gehen die Fans noch einen Schritt weiter: Sie behaupten gar, »dass unser SCP über Nacht von einem sympathischen Underdog, dem viele in Deutschland den Aufstieg gegönnt haben, zu einem der drei unbeliebtesten Vereine des Landes geworden ist.« Das ergebe sich aus Internetforen und Pressespiegeln und könne der SCP-Führung nicht verborgen geblieben sein.

Unterzeichner fordern Rücknahme der Entscheidung

Ihre Forderung: Die »irrige Entscheidung mit enormer Tragweite« für die Kooperation mit RB Leipzig soll die Klubführung so schnell wie möglich zurücknehmen, damit der Schaden für den SC Paderborn so gering wie möglich gehalten werde.

Am Sonntagnachmittag wurde die Petition von 1695 Usern unterzeichnet. Hier geht es zur Petition.

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