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DFB-Pokal: SC Paderborn 07 verliert bei Dynamo Dresden mit 1:2

Raus in Runde eins

Dresden

Für den SC Paderborn 07 ist die Pokalsaison bereits gelaufen. Der Fußball-Zweitligist unterlag am Freitagabend bei Ligakonkurrent Dynamo Dresden mit 1:2 (0:0). Raus in Runde eins – das ist bitter, zumal der SCP gerade in der Schlussphase immer stärker wurde. Doch am Ende traf nur Sven Michel (60.). Das war zu wenig.

Von Matthias Reichstein

Felix Platte im Luftkampf mit Dresdens Kapitän Tim Knipping: Der Paderborner Neuzugang Foto: dpa

Lukas Kwasniok, in der Liga noch sieglos, aber auch noch ungeschlagen, änderte sein Team auf zwei Positionen. Dennis Srbeny musste wie erwartet für Felix Platte seinen Platz im Sturmzentrum räumen. Etwas überraschend blieb auch Jasper van der Werff draußen. Für den leicht angeschlagenen 22-Jährigen lief Julian Justvan auf. Seinen Platz in der Innenverteidigung übernahm Jannis Heuer, rechts verteidigte Marco Schuster.

„Wir wollen Paderborn stressen und bei ihnen Chaos anrichten.“ Mit dieser Marschroute schickte mit Dynamo-Trainer Alexander Schmidt den Zweitliga-Aufsteiger in die Partie. Die Sachsen waren in der Anfangsphase auch dominant, doch die erste gute Gelegenheit hatte der SCP: Nach einem Eckball von Julian Justvan (14.) brachte Jannis Heuer Dynamo-Keeper Kevin Broll in Bedrängnis. Justvan war auch an der nächsten guten Aktion beteiligt: Nach Zuspiel von Jamilu Collins (24.) hatte er freie Schussbahn, doch Kapitän Tim Knipping blockte.

Antreiber an der Außenlinie: Lukas Kwasniok. Foto: Robert Michael

Jannick Huth musste nach einer guten halben Stunde zum ersten Mal eingreifen, wurde dann aber gleich richtig gefordert. Eine Ecke von Chris Löwe (35.) war der Ausgangspunkt, Michael Sollbauer kam am Fünfmeterraum zum Kopfball, doch Huth reagierte gut.

In einem zähen Kick ohne große Torraumszenen ging es torlos in die Pause. Der zweite Abschnitt begann mit einem Paderborner Paukenschlag: Erst prüfte Kai Pröger (50.) mit einem Distanzschuss Schlussmann Broll, der wehrte ab und war auch beim anschließenden Flugkopfball von Platte auf dem Posten.

Besser machten es die bis dahin zweikampfstärkeren Dresdner: Nach einer Ecke von Löwe kam Knipping mit viel Anlauf fast ungehindert zum Kopfball und traf zur 1:0-Führung (54.).

Mit einem klassischen Konter schlug Paderborn zurück. Erst rettete Huth gegen Brandon Borello (60.), im direkten Gegenzug traf nach Justvan-Zuspiel Platte erst den Pfosten, den Abpraller versenkte Sven Michel zum 1:1.

Das Spiel wurde nun zu einem packenden Pokalkampf. Yeboah Königsdörffer (63.) und Morris Schröter (64./Pfosten) hatten die erneute Führung für Dresden auf dem Fuß. Michel (82.) und SCP-Joker Prince Owusu (87.) hätten kurz vor dem Ende das Spiel für die Ostwestfalen entscheiden können. „Owusu muss das Ding machen“, ärgerte sich Fabian Wohlgemuth. Der Paderborner Manager lobte aber die Leistung: „Insgesamt war es ein gutes Spiel von uns, wir können mit erhobenem Haupt vom Platz gehen. Wir haben es aber versäumt aus den weiteren Chancen Tore zu machen.“

Zwei Minuten vor dem Ende bediente Panagiotis Vlachodimos Julius Kade, der hatte Platz und machte mit dem 2:1 alles klar.

Dresden: Broll - Schröter, Sollbauer, Knipping, Löwe - Stark (82. Will), Akoto (65. Mörschel), Kade - Königsdörffer (65. Vlachodimos), Daferner (86. Diawusie), Borrello

Paderborn: Huth - Schuster (46. Dörfler), Heuer, Hünemeier, Collins - Thalhammer, Schallenberg, Justvan - Pröger (67. Owusu), Platte (67. Srbeny), Michel

Schiedsrichter: Günsch (Marburg)

Zuschauer: 12.702

Tore: 1:0 Knipping (54.), 1:1 Michel (60.), 2:1 Kade (88.)

Gelbe Karten: Stark, Königsdörffer / Thalhammer, Schuster, Collins, Hünemeier, Schallenberg

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