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Pfiffe der Fans – Präsident Finke während der Pause in der Kabine – DFB-Pokal: SCP tritt in Dortmund an

Sandhausen schenkt Paderborn sechsmal ein

Paderborn (WB). Was für eine Blamage in der eigenen Arena: Fußball-Zweitligist SC Paderborn verlor auch das zweite Heimspiel der Saison und unterlag dem SV Sandhausen nach einer desolaten Vorstellung mit 0:6 (0:3).

Matthias Reichstein und Elmar Neumann

Moritz Stoppelkamp, Marcel Ndjeng und Nick Proschwitz, der sich das Trikot über den Kopf gezogen hat, sind nach dem 0:6 bedient. Foto: Oliver Schwabe

DFB-Pokal

Die zweite Runde des DFB-Pokals (27./28. Oktober) ist am Freitagabend ausgelost worden. Paderborn erwischte ein schweres Los und tritt zum Westfalenduell bei Borussia Dortmund an. Spannung versprechen die Partien Schalke - Gladbach und Wolfsburg - Bayern München. undefined.

Änderungen in der Abwehr

Mit den beiden erwarteten personellen Änderungen im Abwehrzentrum ging der SCP ins Spiel. Florian Ruck wurde wieder durch Niklas Hoheneder ersetzt, Rafa López feierte seine Saisonpremiere. Der Spanier rückte nach dem Abgang von Uwe Hünemeier ins Team und leitete gleich den Anfang vom Ende ein. In Minute sechs verlor López erst das Laufduell gegen Aziz Bouhaddouz, ließ den Deutsch-Marokkaner dann auch noch in alle Ruhe flanken und Andrew Wooten hatte bei Saisontor Nummer vier keine Mühe.

Drei Chancen, drei Tore

Viertes Pflichtspiel, vierter Rückstand für Paderborn – es kam aber noch sehr viel schlimmer. Drei Minuten später fälschte Dominik Wydra einen Distanzschuss von Denis Linsmayer zum 2:0 für die Gäste ab. In Minute 18 zog Kevin Kraatz ab, traf seinen Mitspieler Jakub Kosecki und der Ball landete wieder im Netz. Drei Chancen, drei Tore und ein SCP auf dem Rasen, der überhaupt nicht stattfand.

»Aufwachen«

»Aufwachen« skandierten danach die Fans. Auch das nutzte nichts. Wooten hatte in Minute 34 sogar das 4:0 auf dem Fuß, vergab aber aus drei Metern. Und der SCP? Mahir Saglik (35.), Marcel Ndjeng (Latte/36.) und Idir Ouali (40.) sorgten wenigstens für etwas Gefahr. Doch vorne blieb die Null.

Finke in der Kabine

Zur Pause pfiffen die Fans auf ihren SCP – zum ersten Mal nach fast zwei Jahren. Eine Antwort kam nicht. Selbst der Kabinenbesuch von Präsident Wilfried Finke in der Pause brachte nichts. Bouhaddouz (53.) düpierte mit einfachem Körpereinsatz erneut López und traf zum 4:0. Jeder Schuss ein Treffer, die Schießbude Paderborn nutzte Wooten (61.) zum 5:0. Da war der SCP aber schon ein Mann weniger. Hoheneder sah nach zwei Fouls in nur zwei Minuten Gelb-Rot (57.). Das halbe Dutzend machte der eingewechselte Ranisav Jovanovic (87.) voll. Das war der Schlusspunkt.

Damit schaffte Sandhausen, was in Liga eins nur den Münchner Bayern gelang. Paderborns Anhänger antworteten mit Häme und versuchten ab Minute 70 eine Welle. Erfolglos. So wie die Profis.

Statistik

Paderborn: Kruse, Heinloth, Hoheneder, Lopez, Brückner - Ndjeng, Bakalorz, Wydra (46. Koc), Ouali (46. Stoppelkamp) - Proschwitz, Saglik (60. Ruck)

Sandhausen: Knaller - Klingmann, Kister, Hübner, Paqarada - Kulovits, Linsmayer - Wooten, Kratz (78. Thiede), Kosecki (69. Zillner) - Bouhaddouz (72. Jovanovic)

Zuschauer: 8632

Gelbe Karte: Bakalorz

Gelb-Rot: Hoheneder (57.)

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