Paderborns Kapitän unterschreibt einen Dreijahresvertrag

Schonlau wechselt zum HSV

Paderborn

Die endgültige Entscheidung fiel erst am Dienstag: Paderborns Kapitän Sebastian Schonlau bleibt in der 2. Liga, wechselt aber den Verein und schließt sich dem Hamburger SV an.

Matthias Reichstein

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Der 26-Jährige unterschrieb bei den Norddeutschen einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2024. „Der HSV ist ein großer Traditionsverein, die Stadt ist riesig und die Fans sind es auch. Ich freue mich“, sagte Schonlau dem WESTFALEN-BLATT.

Paderborns Abwehrchef hatte bereits seit Wochen mit den Hamburgern verhandelt. Als sein neuer Arbeitgeber am vergangenen Sonntag zum dritten Mal in Folge die Bundesliga-Rückkehr verspielte, war Schonlaus Entscheidung aber eigentlich schon gefallen. „Natürlich hätte ich gerne wieder in der Bundesliga gespielt. Aber der Weg, der mir für die kommenden Jahre beschrieben wurde, wird sich dadurch nicht verändern. Ich bin von dem Konzept überzeugt, der HSV hat sich sehr um mich bemüht und mir am Ende das Gefühl gegeben, dass ich hier eine wichtige Rolle spielen werde“, sagte der Innenverteidiger.

Wobei ein Rest-Risiko bleibt. Denn noch weiß niemand, wer neuer Trainer wird und nach dem letzten Spieltag Interimslösung Horst Hrubesch ablöst. Auch Sebastian Schonlau nicht: „Ich sehe das aber nicht als Risiko, sondern lasse mich da gerne überraschen. Die Entscheidungsträger in Hamburg werden die richtige Wahl treffen, da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“

Gegenüber dieser Zeitung bestätigte Schonlau auch die eigene Überlegung, mit seinem Paderborner Trainer und Förderer Steffen Baumgart weiter „gemeinsame Sache“ zu machen und zum 1. FC Köln zu wechseln. „Jeder weiß, dass wir beide eine enge Beziehung pflegen. Ich habe unserem Trainer viel zu verdanken und habe mich mit ihm auch lange über das Thema unterhalten. Aber am Ende hat es nicht gepasst“, sagte Schonlau. Soll heißen: Als Baumgarts Wechsel zum 1. FC Köln feststand, war sich Schonlau mit dem Hamburgern schon einig.

Der HSV machte die erste Neuverpflichtung für die kommende Saison am Abend auf der eigenen Website öffentlich. „Wir haben Sebastian schon lange auf unserer Liste, uns intensiv und frühzeitig mit ihm beschäftigt und konnten ihn ablösefrei für uns gewinnen“, sagte Michael Mutzel. Hamburgs Sportdirektor fügte noch hinzu: „Neben seiner guten Zweikampfführung besticht Sebastian vor allem durch seine Spieleröffnung und die konstanten Leistungen, mit denen er in Paderborn als Kapitän vorweggegangen ist.“

Viel Lob gab es auch von HSV-Vorstand Jonas Boldt: „Sebastian Schonlau passt sehr gut in unser Spieler-Profil. Er bringt die Erfahrung aus mehr als 130 Spielen in der 1. und 2. Bundesliga mit, besitzt mit 26 Jahren aber auch Entwicklungspotenzial und versprüht vor allem den Hunger und Ehrgeiz, bei uns den nächsten Schritt gehen zu wollen.“

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