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DFL erteilt Spielberechtigungen zunächst allen 49 Bewerbern

SCP hat die Lizenzen

Paderborn (WB). Am heutigen Montag hat die SC Paderborn 07 GmbH & Co. KGaA von der Deutschen Fußball Liga die Lizenzen für die Bundesliga und 2. Bundesliga für die Saison 2020/2021 vorbehaltlich der jeweiligen sportlichen Qualifikation erhalten.

SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger hat von der DFL positive Nachrichten erhaltenn. Foto: Jörn Hannemann

Erwartungsgemäß sind an die Lizenzerteilungen infrastrukturelle und medientechnische Auflagen geknüpft. „Wir werden nun an der Erfüllung der Auflagen arbeiten, damit diese fristgerecht umgesetzt werden können“, sagen die beiden Geschäftsführer Martin Hornberger und Ralf Huschen.

Ausnahmeregelungen berücksichtigt

Die DFL hat bei diesen ersten Entscheidungen im Lizenzierungsverfahren die am 31. März durch die DFL-Mitgliederversammlung beschlossenen Ausnahmeregelungen hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie berücksichtigt. Im ersten Schritt wurde keinem der insgesamt 49 Bewerber die Spielberechtigung verweigert. Manche Bewerber müssen bis Mitte Juni Bedingungen erfüllen, um im Falle der sportlichen Qualifikation die Spielberechtigung zu erhalten, oder erhielten die Lizenz unter Auflagen.

Keinem Bewerber die Spielberechtigung verweigert

Die Erfüllung von Bedingungen bedeutet, dass ein Club die Spielberechtigung erst nach dem fristgerechten Nachweis bestimmter Vorgaben zu einem gewissen Zeitpunkt erhält. Bei Auflagen hingegen wird festgelegt, welche Vorgaben nach erteilter Spielberechtigung während der kommenden Saison 2020/21 eingehalten werden müssen. Die Clubs können innerhalb einer Woche Beschwerde gegen die nun getroffene Erstentscheidung einlegen.

Die angesichts der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bestehenden Ausnahmeregelungen betreffen die Bestimmungen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Die Mitgliederversammlung der DFL hatte am 31. März beschlossen, dass die finanziellen Kriterien in Form einer Liquiditätsberechnung in diesem Jahr nicht geprüft werden. Ziel dieser Entscheidung ist es, allen Clubs die Möglichkeit und Zeit zu geben, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen und den regulären Spielbetrieb fortzusetzen, um sämtliche Wettbewerbs-Entscheidungen auf sportlichem Weg zu erreichen.

Finanzielle Kriterien werden während der Saison überprüft

Jeder Club, der fristgerecht sämtliche Unterlagen zur Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingereicht hat, hat dieses Kriterium somit erfüllt. Unter Berücksichtigung dessen werden im Sinne eines integren und fairen Wettbewerbs in diesem Jahr noch sportliche, rechtliche, personell-administrative, infrastrukturelle und medientechnische Kriterien überprüft. Dazu zählen etwa Faktoren wie die nachhaltige Nachwuchsförderung der Clubs, der Zustand der Stadien und professionelle Arbeitsbedingungen für die Medien. Die nächste Prüfung der finanziellen Kriterien findet hingegen während der kommenden Spielzeit 2020/21 statt. Hierzu müssen alle Clubs, die in der nächsten Saison in der Bundesliga oder 2. Bundesliga spielen, die notwendigen Unterlagen spätestens bis zum 15. September 2020 bei der DFL einreichen.

Mitte Mai folgt die zweite Entscheidung

Zunächst ist für Mitte Mai die zweite Entscheidung der DFL, die im Lizenzierungsverfahren satzungsgemäß die erste Instanz ist, hinsichtlich der 49 Bewerber um eine Lizenz für die Bundesliga und/oder 2. Bundesliga geplant. Anschließend bleiben betroffenen Clubs fünf Tage Zeit, um erneut Beschwerde einzulegen. Danach findet unter dem Vorsitz von Jan-Christian Dreesen die erste Sitzung des Lizenzierungsausschusses statt, der final über zweite Beschwerden entscheidet. Die endgültige Entscheidung des Lizenzierungsausschusses über die eventuelle Erfüllung von Bedingungen und die Vergabe der Lizenzen ist spätestens für die zweite Juni-Hälfte vorgesehen.

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