Paderborns Trainer Steffen Baumgart lobt professionelle Einstellung des Mittelfeldspielers

Vasiliadis wirkt gelöst

Paderborn/Bielefe...

Wenn es um die Personalie Sebastian Vasiliadis geht, hält sich Paderborns Manager Fabian Wohlgemuth noch immer stark zurück.

Matthias Reichstein

Ihre Zusammenarbeit endet wohl spätestens im Sommer: Steffen Baumgart und Sebastian Vasiliadis. Foto:

Eine offizielle Mitteilung von Arminia Bielefeld gäbe es nicht, eine Bestätigung des Spielers auch nicht. Die Entscheidung über den Wechsel des Mittelfeldmannes zum DSC ist nach WESTFALEN-BLATT-Informationen aber wie bereits berichtet gefallen. Offen ist einzig noch der Zeitpunkt. Ein Abschied bereits im Winter ist nicht ausgeschlossen, als wahrscheinlicher gilt aktuell aber ein Wechsel im Sommer.

„Er trainiert sehr gut und macht einen gelösten Eindruck“, verriet Trainer Steffen Baumgart am Mittwoch. Ob die guten Leistungen des Mittelfeldspielers im direkten Zusammenhang mit dem bevorstehenden Wechsel zum benachbarten Erstligisten stehen? „Ich habe mit ihm nicht darüber gesprochen. Aber sein Verhalten zeigt seine professionelle Einstellung. Diese Art und Weise hatte ich mir allerdings immer so vorgestellt.“

Genau hier liegt ein Problem: Der Deutsch-Grieche, seit 2018 beim SCP und ab Sommer ablösefrei zu haben, kam in dieser Saison erst in neun Pflichtspielen zum Einsatz. In den vergangenen fünf Begegnungen stand der 23-Jährige gar nicht mehr im Kader. Einen direkten Zusammenhang sieht Wohlgemuth aber nicht: „Ich bin für einen souveränen Umgang mit solchen Themen. Wenn sich am Ende jemand für einen anderen Weg entscheidet, muss man den respektieren.“

Nach fast fünf Wochen ohne Pflichtspiel, macht Paderborns Trainer Baumgart die Tür zum Team für Vasiliadis jedenfalls wieder weit auf: „Wenn wir auf seine Qualität noch mal bauen könnten, wäre das schön. Zumal wir nun vor zwei Englischen Wochen stehen.“ Wobei eine Rückkehr von Vasiliadis nur ein Comeback auf Zeit wäre. Sollte er schon bis Transferschluss am 1. Februar den SCP verlassen, wäre noch schneller Schluss.

Bei Antony Evans und Leihspieler Dennis Jastrzembski (Hertha BSC) deuten sich kurzfristige Wechsel an. Selbst aktiv und noch Spieler holen wird der Verein nach Lage der Dinge ebenso. Nach dem Abgang von Ex-Kapitän Christian Strohdiek (Würzburger Kickers) wäre ein Platz im Abwehrzentrum frei. „Wir könnten die Lücke mit Hilfe des eigenen Kaders schließen“, sagt Baumgart. Der 49-Jährige kann sich aber auch eine externe Lösung, also einen Einkauf, vorstellen. Zumal mit Sebastian Schonlau ein weiterer Innenverteidiger im Sommer ablösefrei gehen könnte.

„Wir spielen den Ball sehr konsequent von hinten raus. Daran muss sich jeder Neuzugang bei uns erst einmal gewöhnen und das braucht Zeit“, sagt der Coach und ergänzt: „Aber die haben wir nicht.“

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