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Beim SC Paderborn soll für den eigenen Nachwuchs der Schritt in die 2. Liga kleiner werden

Ziel der U21 ist die Regionalliga

Paderborn

In der Oberliga darf der Ball rollen, die Regionalliga ist finanziell nicht darstellbar – für die U21 des SC Paderborn 07 war die vierte Liga nie ein Thema. Das wird sich ändern. Das Team um Trainer Mitch Kniat soll künftig mit einem Etat ausgestattet werden, der auch Fußball in Liga vier möglich macht.

Von Matthias Reichstein

Der Ex-Paderborner Sebastian Schonlau nahm auch den Umweg über die Regionalliga und ist heute Kapitän des HSV. Foto: Wilfried Hiegemann

Den aktuellen Grund liefert die Mannschaft. Nach acht Spieltagen ist der SCP II Tabellenführer der Oberliga Westfalen. Sollte am Saisonende der Aufstieg (dafür reicht auch Rang zwei) stehen, könnte das Team wegen fehlender Sicherheitsstandards allerdings nicht mehr im Paderborner Stadtteil Marienloh spielen. Als Ausweichquartiere kämen Verl (Arena, 5153 Plätze, davon überdachte 1434 Sitzplätze) und Wiedenbrück (Jahnstadion, 2550 Plätze, davon 750 überdachte Sitzplätze) infrage. In Delbrück (Laumeskamp, 3000 Plätze, davon 300 überdachte Sitzplätze) müsste wegen der strikten Fantrennung baulich nachgebessert werden, wäre grundsätzlich aber auch eine Alternative.

Manfred Schnieders (Vizepräsident Amateurfußball im FLVW) bringt auf Anfrage deser Zeitung noch einen Standort in direkter Nachbarschaft des SCP-Trainingszentrums ins Spiel: den Ahorn-Sportpark. „Das ist eine tolle Anlage, über die man zumindest einmal nachdenken sollte“, sagt Schnieders. Das Leichtathletikstadion verfügt auch über eine überdachte Tribüne mit 2000 Sitzplätzen und ausreichend Stehplätzen, müsste aber – ähnlich wie Delbrück – nachgerüstet werden. Sollt die U21 tatsächlich aufsteigen, würde der SCP eine Spielstätte inklusive eines Sicherheitsdienstes für jedes Heimspiel anmieten. Das wäre günstiger, als die eigene Benteler-Arena (15.000 Plätze) zu öffnen.

Auch die Kosten für die Mannschaft würden steigen. Zwei bis drei erfahrene Viertligakicker sollten als Ankerspieler für die Talente verpflichtet werden. Die jährlichen Mehrkosten im Vergleich zur Oberliga sollen nach ersten Schätzungen 350.000 Euro betragen.

Das wäre gut investiertes Geld, denn der Sprung der eigenen U19-Bundesligaspieler in den Profikader ist auch deshalb (noch) zu groß, weil die Oberliga als Zwischenschritt zu schwach ist. Gute Beispiele sind Sebastian Schonlau (Saison 2014/2015) und Ron Schallenberg (2018 bis 2020): Beiden gelang erst über den Umweg SC Verl (damals Regionalliga) der Durchbruch.

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