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Schiedsrichter-Entscheidungen

Bislang deutlich weniger Fouls und Karten bei der EM

Nyon (dpa)

Von dpa

Die Unparteiischen ahndeten in der Gruppenphase 806 Vergehen. Foto: Cezaro De Luca/dpa

Bei der Fußball-Europameisterschaft wurden bislang deutlich weniger Fouls gepfiffen als bei der Endrunde 2016 in Frankreich.

Wie Roberto Rosetti (53), Schiedsrichterchef der Europäischen Fußball-Union ausführte, ahndeten die Unparteiischen in der Gruppenphase 806 Vergehen. Vor fünf Jahren waren es im gleichen Zeitraum 911 Fouls gewesen. «Wir haben die Schiedsrichter nicht gebeten, weniger Fouls zu pfeifen», sagte Rosetti. «Wir wollen eine korrekte Ahndung der Foulspiele.»

In den bisherigen 36 Partien wurden 98 Gelbe Karten gezeigt, ebenso deutlich weniger als noch vor fünf Jahren (129). Bei beiden Turnieren gab es in der Gruppenphase zweimal die Rote Karte. Allerdings bekamen die Teams in diesem Jahr bislang doppelt so viele Elfmeter zugesprochen, in Frankreich waren es nur sieben gewesen. Das sei auch auf den Videobeweis zurückzuführen. Im Jahr 2016 «haben wir gerade erst damit angefangen, über den Videobeweis nachzudenken», sagte Rosetti.

Bislang korrigierte der Videoassistent zwölf Entscheidungen der Schiedsrichter, sieben Mal direkt, fünf Mal schaute sich der Unparteiische die Szene am Spielfeldrand noch einmal an. Die Hälfte der Korrekturen hatten mit Abseitsentscheidungen zu tun. In den 36 Partien seien 179 Szenen durch den Videoassistenten gecheckt worden, sagte Rosetti. 91,6 Prozent der Entscheidungen auf dem Platz waren korrekt.

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