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Italiens Staatspräsident

Mattarella empfängt EM-Sieger - Mancini: «An Träume glauben»

London (dpa)

Von dpa

Die Spieler der italienischen Fußballnationalmannschaft verlassen den Quirinalspalast. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa

Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini hat beim Empfang seiner Fußball-Europameister durch Staatspräsident Sergio Mattarella den festen Glauben an das gemeinsame Ziel gewürdigt.

«Dieser Sieg ist der Beweis, dass man Träume wahr machen kann, die vorher unerreichbar erschienen, wenn man fest an das glaubt, was man tut», sagte der 56-Jährige in Rom, wo Mattarella das Team empfing und für den EM-Triumph durch ein 3:2 im Elfmeterschießen gegen England im Finale in London beglückwünschte. «Diesen Sieg widmen wir allen Italienern», ergänzte Mancini.

Auch Kapitän Giorgio Chiellini hob die Stärke der Mannschaft hervor. «Diese Gruppe hat auch in schwierigen Momenten nie ihre Seele verloren», sagte der 36-Jährige beim Empfang im Garten des Quirinalspalastes in Rom. «Nur mit Teamarbeit kann so ein Ergebnis erreicht werden.» Mattarella gratulierte in seiner Ansprache der Squadra Azzurra und Tennis-Profi Matteo Berrettini, der am Sonntag das Finale des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon verloren hatte.

Gemeinsam mit ihren Trophäen und einer riesigen Italien-Flagge posierten die Sportler mit dem Staatspräsidenten. «Es ist eine Ehre, hier zu sein», sagte Mancini. Verbandspräsident Gabriele Gravina sagte, er wünsche sich, dass die Nationalelf eine Inspiration für das ganze Land sein könne. «Die Azzurri sind ein Symbol dieses verletzten Landes, das große Lust hat, neu zu beginnen.» Nach dem Empfang ging es für die Mannschaft weiter zu Ministerpräsident Mario Draghi.

Draghi hat den Spielern zum Gewinn des EM-Titels gratuliert und die Leistung der Auswahl gewürdigt. «Ihr habt Geschichte geschrieben. Ihr habt uns stolz gemacht und in der Feier vereint», sagte der Politiker bei einem Empfang für die Auswahl von Trainer Roberto Mancini in Rom. «Der Sport vereint die Menschen und lässt uns träumen. Ihr seid Vorbilder, auch für uns», sagte Draghi, der den «außergewöhnlichen Erfolg» des Teams würdigte.

Ihren EM-Titel haben die Italiener dem früheren Nationalspieler Davide Astori gewidmet, der 2018 an einem Herzstillstand gestorben war. «Wir hätten ihn gerne heute hier bei uns gehabt», sagte Kapitän Giorgio Chiellini beim Empfang für die Squadra Azzurra bei Staatspräsident Sergio Mattarella. «Wir möchten diesen Sieg gerne Davide Astori widmen.»

Astori hatte zwischen 2011 und 2017 insgesamt 14 Spiele für die Nationalmannschaft Italiens bestritten und dabei auch mit zahlreichen Profis aus dem aktuellen Europameister-Team zusammengespielt. Der damalige Kapitän der AC Florenz war 2018 vor einem Spiel in der italienischen Serie A tot in seinem Hotelzimmer gefunden worden. Dem Obduktionsbericht zufolge starb er an einem Herzstillstand.

In Rom ist der neue Europameister von Tausenden Fans begeistert empfangen und bejubelt worden. Zahlreiche Menschen säumten die Straßen der italienischen Hauptstadt, durch die der Mannschaftsbus mit dem Team von Trainer Roberto Mancini fuhr. Die Menschen schwenkten Fahnen, jubelten den Spielern zu und applaudierten. Die Mannschaft brauchte daher deutlich länger als vorgesehen für die kurze Strecke durch die Stadt, weil der Bus nur langsam vorankam und immer wieder anhalten musste.

Ursprünglich hatte die Mannschaft anschließend mit einem offenen Bus durch die Stadt fahren und den Pokal präsentieren wollen. Dies wurde aus Sorge vor Corona-Ansteckungen jedoch abgesagt.

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