1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. sport em2021
  6. >
  7. Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

  8. >

Rund um die EM

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Berlin (dpa)

Von dpa

Spaniens Pedri (l) jubelt nach einem Treffer, dahinter Juraj Kucka aus der Slowakei. Foto: Cezaro De Luca/dpa

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

URLAUBSGRÜSSE: Lieber wäre Weltfußballer Robert Lewandowski natürlich noch bei der EM dabei, doch immerhin kann er mit der Familie einen Urlaub auf Mallorca genießen. Ehefrau Anna postete das Bild einer Fahrradtour. Fit wird der Superstürmer in jedem Fall zum Trainingsstart unter dem neuen Coach Julian Nagelsmann erscheinen. Lewandowski hat noch bis in die zweite Juli-Hälfte hinein Urlaub. Die Nicht-EM-Teilnehmer starten in der kommenden Woche.

VIELSPRACHIG: Für den Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic war die sicher gut gemeinte Arbeit des Übersetzers eher störend. Bei der offiziellen Pressekonferenz vor dem Viertelfinale der Eidgenossen gegen Spanien musste der Dolmetscher am Donnerstag mehrmals darauf hingewiesen werden, dass seine Dienste für den Coach nicht benötigt werden. Ob auf Französisch, Deutsch oder Italienisch: Petkovic verstand alle Fragen der Journalisten auch so. Seine Antworten gab der 57-Jährige, der in Sarajevo im damaligen Jugoslawien geboren wurde, in deutscher oder italienischer Sprache.

VIER AUGEN? Belgiens früherer Weltklassetorwart Jean-Marie Pfaff sieht das aktuelle Nationalteam seines Landes als einen der Favoriten auf den EM-Titel. Vor dem Viertelfinale gegen Italien am Freitag in München schwärmte der frühere Keeper des FC Bayern München vom angeschlagenen Offensivspieler Kevin De Bruyne. «Kevin ist ein Naturtalent, der wirkt, als habe er am Hinterkopf ein zusätzliches Augenpaar», sagte Pfaff dem «Kicker». De Bruyne und Stürmer Romelu Lukaku seien bei den Belgiern seiner Meinung nach unersetzlich.

EM-SCHAUEN BEI DER FORMEL 1: Das EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England (0:2) ließ sich auch Mick Schumacher nicht entgehen. Zusammen mit Mitgliedern seines in den USA und England ansässigen Formel-1-Teams verfolgte der Haas-Pilot am Dienstag das Aus von Joachim Löws Mannschaft. «Wir hatten alle Spaß, dennoch war es schade, dass wir es nicht geschafft haben», sagte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher nach einem gemeinsamen TV-Abend in Spielberg. Er habe natürlich viele englische Gesänge mitbekommen. Wem drückt Schumacher nun die Daumen? Er würde nach dem Aus der DFB-Elf allen die Daumen drücken, sagte er salomonisch.

TISCHTENNIS ODER FUSSBALL: Pedri ist Spaniens jüngster EM-Spieler überhaupt. 18 Jahre ist der Profi vom FC Barcelona gerade mal alt. Pedri ist auch schon nominiert für den Kader der Spanier für die Olympischen Spielen. Und er ist ein sportliches Multitalent. Auf die Frage, ob er in Tokio bei der Leichtathletik mitmachen werde, Tischtennis oder Fußball spielen werde, antwortete Pedri in einem Interview «El Pais»: «Von Olympia träumen alle und wenn es Tischtennis gibt, spiele ich.» Da musste er auch lachen.

WILLKOMMEN ZUHAUSE: Emil Forsberg erzählte schon während der EM, wie schwer es auch ist, seine Familie nicht sehen zu können, auch und vor allem das knapp zwei Jahre alte Töchterchen. Doch hätte er die Sehnsucht auch noch ein paar Tage verkraftet. Das Aus im Achtelfinale gegen die Ukraine bescherte dem schwedischen Profi von RB Leipzig aber auch endlich Urlaub. Bei Instagram-Story veröffentlichte er nun ein Foto, das durchaus der Vorstellung von seiner Heimat entspricht. Und auf der gegenüberliegende Seite eines Gewässers war ein Plakat mit der Aufschrift «Willkommen zuhause 10» angebracht.

ALTE LIEBE: Ab und an bekommt Libor Sionko ein bisschen Stress mit seiner Frau. Dann wirft sie dem Teammanager der tschechischen Fußballer vor, dass sie in Skandinavien «hätten bleiben sollen», erzählte der 44-Jährige «MF Dnes» im Interview. Der ehemalige Nationalspieler Sionko spielte von 2007 bis 2009 für den FC Kopenhagen, in Dänemark kam auch Sohn David Niclas zur Welt. Jetzt geht es im EM-Viertelfinale am Samstag in Baku gegen die alte Liebe. «Fantastisches Land. Freundlich. Kein Neid. Als Fremde wurden wir mit offenen Armen empfangen», schwärmte Sionko.

VETTEL MIT ENGLAND-FAHNE: Den Spaß konnte sich die Crew von Sebastian Vettel nicht verkneifen. Als der Fußballfan und bekennende Eintracht-Frankfurt-Anhänger in die Box seines britischen Arbeitgebers kam, empfingen die Aston-Martin-Mitarbeiter ihn dort mit gezückten Handys. Die Reaktion wollten sie festhalten. Denn Vettels Helm hatten sie mit drei England-Fahnen drapiert, drunter nur zur Erinnerung auch noch das Ergebnis (2:0) der Partie im EM-Achtelfinale England gegen Deutschland notiert. Vettel nahm sich eine Fahne, schwenkte sie unter hämischen Gelächter der Mitarbeiter und knallte sie dann demonstrativ mit einem Lächeln auf die Erde in der Garage des Formel-1-Fahrerlagers von Spielberg. «Sorry, Seb», schrieb sein Rennstall unter das Kurvzideo.

MUTMACHER MIT STIMMGEWALT: Es hallt vielleicht noch nach. Wenige Tage vor dem Viertelfinalspiel der spanischen Mannschaft in St. Petersburg gegen die Schweiz trat Placido Domingo in der russischen Zarenstadt auf. Medienberichten zufolge ließ er es sich nicht nehmen, Kontakt mit der spanischen Delegation aufzunehmen, um den Spieler einen Mutmacher-Gruß zu übermitteln.

BELGISCHE VORBILDER: Im ersten EM-Spiel der Belgier gegen Russland (3:0) startete auf der rechten Seite noch Timothy Castagne. Doch als der Legionär von Leicester City verletzt raus musste, nutzte der Dortmunder Thomas Meunier seine Chance - und traf sogar einmal. Der 29-Jährige hat sich in diesem Turnier festgespielt und hofft auf eine lange Zukunft im Nationalteam. «Ich will der nächste (Thomas) Vermaelen oder Jan (Vertonghen) werden. Ich würde gerne so lange für die Roten Teufe spielen, wie es nur geht», sagte Meunier mit Blick auf seine teaminternen Vorbilder.

Startseite