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WM-Gold im Visier

Biathlon-Dominator Bö: Keine Pause bis Oberhof

Ruhpolding (dpa)

Johannes Thingnes Bö eilt im Biathlon-Weltcup von Sieg zu Sieg. Schwächen zeigt der Norweger in diesem Winter keine. Bei der Weltmeisterschaft in Oberhof könnte es bis zu sieben Medaillen geben.

Von dpa

Johannes Thingnes Bö dominiert derzeit die Biathlon-Szene. Foto: Sven Hoppe/dpa

Norwegens Biathlon-Dominator Johannes Thingnes Bö will bei der Weltmeisterschaft in Oberhof mindestens zwei Goldmedaillen gewinnen.

«Mit meiner Form und meinen Siegen hat man natürlich Ansprüche», sagte der Gesamtweltcup-Führende nach seinem Massenstart-Sieg im bayerischen Ruhpolding: «Ein Einzel-Gold möchte ich gewinnen, dazu natürlich mit der Männer-Staffel.»

Bö feierte in der Chiemgau Arena zwei Tage nach dem Staffel-Erfolg seinen neunten Saisonsieg im zwölften Rennen und führt unangefochten in der Gesamtwertung. Zur WM-Generalprobe ins italienische Antholz reist der 29-Jährige trotz anstrengender Wochen voll motiviert. «Ich werde alle drei Rennen machen», sagte der fünfmalige Olympiasieger. Am Freitag geht es für die Männer in Südtirol mit dem Sprint weiter. Gewinnt Bö erneut, wäre es zum zweiten Mal in diesem Winter der fünfte Erfolg für ihn in Serie.

Auf die Frage, in welchem Wettbewerb er bei der WM in Thüringen die größten Chancen auf Gold sieht, sagte der zwölfmalige Weltmeister: «Im Sprint, der Verfolgung, dem Massenstart - und vielleicht im Einzel.» Das sind alle Biathlon-Einzelwettbewerbe, die es bei den Titelkämpfen überhaupt gibt. Sollte Bö bei allen möglichen Rennen an den Start gehen, könnte er erstmals in seiner Karriere siebenmal Edelmetall bei einer WM gewinnen. Das schaffte bislang nur seine Landsfrau Marte Olsbu Röiseland 2020 in Antholz.

Rekorde zu brechen, sei ihm nicht besonders wichtig, «aber das ist schon cool», sagte Bö, der nur in einem Saisonrennen, nämlich dem ersten (12.), nicht auf dem Podest stand und mit Norwegens Staffel seit mehr als einem Jahr ungeschlagen ist. «Wir haben gerade das dominanteste Team in der Geschichte Norwegens», sagte Bö und blieb bescheiden: «Insgesamt muss man alle Erfolge als Teamleistung sehen.»

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