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Weltcup in Antholz

Zoff im italienischen Biathlon-Team

Antholz (dpa)

Vor 23 Jahren beginnen Federica Sanfilippo und Dorothea Wierer gemeinsam ihr Biathlon-Abenteuer. Sanfilippo tritt nun zurück, weil sie nicht mehr gut genug ist. Und Star Wierer übt Kritik an Führung.

Von dpa

Die Italienerin Federica Sanfilippo ist vom Biathlonsport zurückgetreten. Foto: Matthias Balk/dpa

Ausgerechnet vor dem Heim-Weltcup in Antholz brodelt es im italienischen Biathlon-Damenteam. Mitten in der Saison verkündete Federica Sanfilippo ihr Karriereende als Skijägerin, was Italiens Star Dorothea Wierer zu einem emotionalen und kritischen Statement veranlasste.

«Ich bin bitter enttäuscht. Es fällt mir nicht leicht, zu akzeptieren, was dir widerfahren ist», schrieb die dreifache Weltmeisterin Wierer in den sozialen Medien: «Ich denke, du hast es nicht verdient, so behandelt zu werden, und ich denke, du hast nicht die Chancen bekommen, die du verdient hättest.»

Die 32-jährige Sanfilippo, die mit Wierer vor 23 Jahren mit dem Biathlon begann, zog die Konsequenz aus ihrer Nichtberücksichtigung für die Heimrennen in der Südtirol-Arena und die WM im Februar in Oberhof. Der Ausschluss von Antholz sei ein kleiner Schock gewesen. «Es ist nicht leicht, sich ausgeschlossen zu fühlen. Aber ich musste mich trotzdem wehren und die schwerste Entscheidung meiner Karriere treffen», sagte Sanfilippo im Interview mit «Fondo Italia». Nach 13 Jahren in der Biathlon-Nationalmannschaft will sie es nun im Langlauf noch mal versuchen. Am kommenden Wochenende will sie in Livigno an den Start gehen.

«Unser Traum war es, die Heimolympiade zusammen zu erleben und das darf nun nicht passieren, unser Traum ist zerbrochen. Ich bin sicher, du wirst einen Weg finden, geschätzt zu werden», kommentierte Wierer (32) das Biathlon-Aus ihrer Freundin.

Italiens sportlicher Direktor reagierte verhalten auf die öffentliche Kritik Wierers. «Es ist nicht unser Stil, auf Geschichten aus den sozialen Netzwerken zu reagieren. Wir suchen vielmehr das persönliche Gespräch, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen», sagte Klaus Höllrigl «rainews.it».

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