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DFB-Pokal

Glück für Wölfe und van Bommel: VfL zittert sich zum Sieg

Münster (dpa)

Von Carsten Lappe, dpa

Wolfsburgs Maxence Lacroix (l) bringt Münsters Jules Schwadorf im Zweikampf zu fall. Foto: Guido Kirchner/dpa

Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg hat sich beim Pflichtspieldebüt seines neuen Trainers Mark van Bommel mit Ach und Krach in die zweite DFB-Pokalrunde gezittert.

Beim Fußball-Viertligisten SC Preußen Münster gelang dem großen Favoriten beim 3:1 (1:1, 0:0) erst in der Verlängerung der Sieg, den der niederländische Torjäger Wout Weghorst (103. Minute) und Ridle Baku (120.) besorgten.

Zuvor hatte der eingewechselte Josip Brekalo, der Wolfsburg gerne verlassen würde, den lange enttäuschenden Bundesligisten erst in der 90. Minute in die Verlängerung gerettet. Für den Außenseiter hatte Marcel Hoffmeier (74.) vor 6703 Zuschauern die Führung erzielt, die im ersten DFB-Pokalspiel des Bundesliga-Gründungsmitglieds seit 2014 aber nicht zur Sensation reichte.

Wölfe tun sich schwer

Damit kamen die Niedersachsen mit dem früheren Bayern-Profi van Bommel wenige Tage vor dem Ligastart gegen den VfL Bochum noch einmal mit einem blauen Auge davon. Schon die Vorbereitung des VW-Clubs war mit fünf Testspielniederlagen am Stück schwach gewesen. Auch am Sonntag an der Hammer Straße hatte der VfL noch etliche Probleme.

Unter dem neuen Coach als Nachfolger des zu Eintracht Frankfurt abgewanderten Oliver Glasner war nicht viel von einer Spielidee zu erkennen. Das Preußen-Team von Trainer Sascha Hildmann, das ebenfalls erst am kommenden Wochenende gegen Alemannia Aachen in den Spielbetrieb startet, lieferte dagegen einen echten Pokalfight.

Im Aufbau spielten die Preußen schnörkellos, blieben aber in der Angriffszone lange ohne Durchschlagskraft. Die beste Chance verzog Jan Dahlke nach einer Viertelstunde. Kurz darauf hatte auch Wolfsburg durch EM-Teilnehmer Weghorst eine erste Möglichkeit. Insgesamt aber waren die Angriffsbemühungen der Gäste eher Ergebnis von Zufällen. Der Frust der Niedersachsen entlud sich erstmals in der 35. Minute, als zunächst Maximilian Philipp und dann Renato Steffen das zügige Aufbauspiel der Preußen rüde unterbrachen und von Schiedsrichter Christian Dingert zurecht jeweils Gelb sahen.

Glücklicher Ausgleich

Auch nach dem Wechsel blieb das Spiel unverändert. Münster kämpfte und hatte gute Szenen. Etwas unerwartet hielten auch die Kräfte. Eine Viertelstunde wurden die Preußen gar für ihre Leidenschaft belohnt, als Abwehrspieler Hoffmeier nach einer Ecke traf. Brekalo verwertete kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit eine Hereingabe von Kevin Mbabu zum glücklichen Ausgleich. In der Verlängerung bewahrte Torhüter Koen Casteels den VfL dann vor dem erneuten Rückstand, ehe Weghorst und Baku zum glücklichen Sieg trafen.

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