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Frauenfußball

Schröder: Hoffe, dass uns EM nicht die Augen verkleistert

Potsdam (dpa)

Bernd Schröder hat wegen der Situation im Nachwuchsbereich vor einem möglichen Stillstand im Frauenfußball gewarnt.

Von dpa

Langjähriger Trainer der Fußballfrauen von Turbine Potsdam: Bernd Schröder. Foto: picture alliance/dpa/Archivbild

Der langjährige Trainer des Bundesliga-Teams von Turbine Potsdam sagte dem «Kicker» in einem Interview: «Unser Frauenfußball hat sich wesentlich entwickelt, aber wir haben große Rückgänge im Nachwuchs. Wenn wir das nicht reduzieren, gibt es auch keine Weiterentwicklung. Ich hoffe, dass uns diese EM nicht die Augen verkleistert.»

Es gebe noch viel Luft nach oben. Gefragt worden war Schröder, ob es der Bundesliga drohe, den Anschluss zu verlieren. «2011 hatten wir bei der Weltmeisterschaft das Gefühl, jetzt geht es voran», betonte Schröder. «Wir hatten eine überragende Bühne, auch medial. Aber danach ist es wieder abwärtsgegangen, während die anderen Länder aufgrund unserer Erfolge gemerkt haben, dass sie auch was tun müssen.»

Bei der Heim-Weltmeisterschaft war die DFB-Auswahl vor elf Jahren im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Japan ausgeschieden. Bei der derzeit laufenden EM in England zählt Schröder Deutschland zu den Topteams mit Frankreich, England und Spanien. Die Gastgeberinnen waren am Mittwochabend mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Spanien ins Halbfinale eingezogen. Das deutsche Team bestreitet sein Viertelfinale an diesem Donnerstag (21.00 Uhr/ARD und DAZN) gegen Österreich.

Schröder wird an diesem Freitag 80 Jahre alt. 1971 war er Trainer des neugegründeten Frauenteams in Potsdam geworden, das unter seiner Regie später nationale und internationale Erfolge feierte. Den Posten gab er mit einer kleineren Unterbrechung erst 2016 wieder ab.

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