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European Championships

Leichtathletik-Cheftrainerin Stein: «Karten neu gemischt»

Frankfurt/Main (dpa)

Der Deutsche Leichtathletik-Verband blickt nach dem WM-Fiasko und Absagen von Topsportlern mit verhaltenem Optimismus den Heim-Europameisterschaften in München entgegen.

Von dpa

Hofft auf eine bessere DLV-Ausbeute in München als bei der WM in Eugene: Annett Stein. Foto: Michael Kappeler/dpa

«Die EM in München wird sicherlich kein Selbstläufer. Es fehlen wie schon in Eugene einige unserer Leistungsträger», sagte Annett Stein, Chefbundestrainerin des DLV, der Deutschen Presse-Agentur vor dem EM-Start am Montag. «Trotzdem bin ich überzeugt, dass das gesamte Team alles tun wird, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die deutschen Leichtathleten hatte bei den Welttitelkämpfen in den USA vor knapp drei Wochen nur zwei Medaillen durch Weitspringerin Malaika Mihambo (Gold) und die 4x100-Meter-Staffel der Frauen (Bronze) gewonnen, so wenig wie nie zuvor. Wie bei der WM werden auch bei der EM ein Reihe von DLV-Assen wie Ex-Weltmeister Johannes Vetter, Europameisterin Christin Hussong (beide Speer) oder die zweimalige EM-Gewinnerin im Hindernislauf, Gesa Krause, fehlen.

Trotz der WM-Pleite und den erneut prominenten Absagen für die EM hofft DLV-Präsident Jürgen Kessing auf zehn Medaillen in München. 2018 bei der EM in Berlin hatte Deutschland 19 Mal Edelmetall geholt.

«Bei der EM werden die Karten neu gemischt. Keine Frage, auch bei der EM werden unsere Ergebnisse von den Ausfällen und Nachwirkungen der Erkrankungen beeinflusst», meinte Stein. «Auf eine Medaillenzahl kann ich mich nicht festlegen. Ich setze darauf, dass wir im eigenen Land besser in den Wettkampf finden und in München unsere Ziele fokussierter umsetzen werden als in Eugene.»

Außerdem setzt sie auf das Publikum und den Heimvorteil, «was die Sportler noch einmal besonders motivieren wird». Stein: «Warum sollen also die von Ihnen aufgeführten Athletinnen und Athleten nicht erfolgreich sein?»

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