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US-Dopingjäger

Tygart: Leichtathletik Vorbild im Kampf gegen Betrug

Eugene (dpa)

Der Chef der US-Anti-Doping-Agentur Usada hat zum Ende der Leichtathletik-WM in Eugene den Weltverband für das Engagement im Kampf gegen Sportbetrüger gelobt.

Von dpa

Travis Tygart, Chef der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA. Foto: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa

«Die Leichtathletik ist momentan ein Vorbild für andere Sportarten», sagte er im Interview mit dem Deutschlandfunk. Besonders positiv äußerte sich Travis Tygart über die unabhängige Integritätseinheit (Aiu) von World Athletics, die als Folge des Korruptionsskandals 2017 im Weltverband gegründet worden war. Dies habe aus Sicht Tygarts Sicht zu einem «Paradigmenwechsel» geführt.

«Sebastian Coe, der damals zum Präsidenten gewählt wurde, ist aus meiner Sicht einen mutigen Schritt gegangen», sagte Tygart. «Weil es schwer ist für Führungspersonen im Sport, die normalerweise die Kontrolle über die Marke und den Sport haben wollen, diese abzugeben und in unabhängige Hände zu legen.»

Bei den Weltmeisterschaften im Bundesstaat Oregon kooperiert die Usada beim Doping-Test-Programm mit der Athletics Integrity Unit. Die gemeinsame Arbeit vor Ort sei «ein wunderbares Beispiel, wie es richtig laufen» könne, sagte Tygart. Er glaube zudem, dass sich nach vielen Skandal-Jahren das Blatt inzwischen zugunsten des Anti-Doping-Kampfes gewendet habe: «Wenn dieses System mit dem Willen und der Entschlossenheit ausgeführt wird, saubere Athleten in unserem System zu schützen, dann wird jeder Athlet in diesem System, der versucht zu betrügen, entdeckt.»

Die Anti-Doping-Programme in der internationalen Leichtathletik oder durch die nationalen Anti-Doping-Agenturen seien so gut, dass Tygart feststellt: «Wer das versucht, ist ein Narr.»

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