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Vorbild Rummenigge

Fußball-Fan Flick: Als Teenager in den Bayern-Bus gemogelt

Frankfurt/Main (dpa)

Für ein kurzes Treffen mit seinem großen Idol nahm der 15 Jahre alte Teenager Hansi Flick seinen ganzen Mut zusammen.

Von dpa

Bayern-Stürmer Karlheinz Rummenigge vom FC Bayern, wie er 1980 aussah, als ihn Hansi Flick als Teenager um ein Autogramm gebeten hat. Foto: Heinz Wieseler/dpa

«Bayern München war zu einem Freundschaftsspiel gegen den VfR Mannheim angereist und ich durfte es mir live im Stadion anschauen», erzählt der Bundestrainer in seinem Buch «Im Moment - Über Erfolg, die Schönheit des Spiels und was im Leben wirklich zählt», das heute, am 20. September, erscheint. Und da musste er es einfach versuchen.

Nach dem Spiel habe sich «eine riesige Menschenmenge vor dem Bus der Bayern» versammelt, in dem Flicks Vorbild Karl-Heinz Rummenigge schon saß. «Ich fasste mir ein Herz und marschierte schnurstracks auf die geöffnete Tür vorn beim Fahrer zu. Da mich niemand aufhielt, stieg ich tatsächlich ein», berichtet Flick. «Ein wenig schüchtern fragte ich ihn nach einem Autogramm, und Kalle unterschrieb mir eine Karte. Niemand wies mich zurecht, dass ich im Bus nichts verloren hätte.»

«Dieser Moment hat mich glücklich gemacht»

Als Profi wechselte Flick später zu den Bayern, während seiner Trainerzeit beim deutschen Rekordmeister (2019 bis 2021) war Rummenigge Vorstandschef der Münchner. «Er musste lachen, als ich ihm die Geschichte viel später einmal erzählte», schreibt Flick. «Dieser Moment hat mich glücklich gemacht. Es bedeutete mir unsagbar viel, dass ich dieses Autogramm bekam, dass ich Kalle kurz live erleben und mit ihm sprechen durfte. Das Gefühl und die Freude, die ich damals verspürte, habe ich nie vergessen.»

Die Begegnung diene bis heute «als freundliche Erinnerung an das, was wir Fußballer in anderen auslösen können. Wir haben eine Vorbildfunktion inne und müssen das Licht immer weiterreichen», schreibt Flick. «Jemand hat uns eine Freude gemacht, wir machen anderen eine Freude. Das ist ein positiver Dominoeffekt, von dem ich nur allzu gern Teil bin.»

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