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Rodeln

Hackl vor Engagement in Österreich: «Mehr Freiräume»

Innsbruck (dpa)

Rodel-Legende Georg Hackl freut sich auf seinen neuen Job als Trainer in Österreich. Zugleich betonte er, dass er den deutschen Verband ohne Groll verlässt.

Von dpa

Wird Trainer in Österreich: Rodel-Legende Georg Hackl. Foto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

«Es hat mich einfach die Herausforderung mit Österreich gelockt. Natürlich gab es auch eine Verbesserung von der Bezahlung, sonst wechselt man ja nicht. Aber der wichtigste Grund war, dass für mich im Sommer mehr Freiräume entstehen», sagte der 55 Jahre alte Bayer in einem Sport1-Interview.

Sein Vertrag beim Österreichischen Rodelverband (ÖRV) läuft vorerst für den Olympia-Zyklus bis 2026; in diesem Jahr werden dann in Mailand und Cortina d'Ampezzo die nächsten Winterspiele ausgetragen. Der Berchtesgadener soll das österreichische Rodelteam vor allem in Materialfragen beraten und unterstützen.

«Schorsch unter österreichischer Fahne heißt vor allem auch, dass wir die PS der österreichischen Rodler und Rodeln auf den Boden bringen wollen», sagte ÖRV-Präsident Markus Prock, der einst Hackls Dauerrivale im Eiskanal war.

Kein Umzug nach Österreich nötig

Er müsse nicht nach Innsbruck umziehen, um künftig beim ÖRV Teil des Trainerteams zu sein, erklärte Hackl. «Nein. Ich habe die Möglichkeit, im Sommer einen Großteil der Arbeit im Home Office zu erledigen. Im Winter muss ich als Rodeltrainer natürlich vor Ort sein, um meine Expertise einzubringen», sagte Hackl, der neben drei Olympia-Goldmedaillen 1992, 1994 und 1998 auch zweimal Silber sowie zahlreiche WM-Titel und insgesamt 33 Weltcuprennen gewonnen hat.

Der ÖRV sei jetzt aktiv auf ihn zugegangen. «Es ist auch kein Geheimnis, dass dieses Angebot schon seit mehreren Jahren von österreichischer Seite an mich herangetragen wird. Bisher hatte ich das immer abgelehnt, weil ich noch bei der Bundeswehr war und meinen Status als Berufssoldat nicht aufgeben wollte», erklärte Hackl. «Aber nun bin ich zum 1. Oktober altersgemäß aus der Bundeswehr ausgeschieden.» Seither habe er einen Arbeitsvertrag beim Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD).

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