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Weltcup in Kvitfjell

Norwegens Ski-Star Kilde holt Heimsieg und Kugel

Kvitfjell (dpa)

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde gewinnt den Super-G in Kvitfjell und damit auch die Gesamtwertung in dieser Disziplin. Für die deutschen Skirennfahrer reicht es nur zu vereinzelten Lichtblicken.

Von dpa

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde gewann das Super-G-Rennen in seiner Heimat. Foto: Gabriele Facciotti/AP/dpa

Aleksander Aamodt Kilde tigerte im Zielraum umher und verfolgte bangen Blicks, ob ihn doch noch einer vom Thron stößt.

Letztlich reichte es für den norwegischen Skirennfahrer aber zu Platz eins im vorletzten Super-G des Winters und damit auch zum vorzeitigen Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Gesamtsieger in dieser Disziplin. Der 29-Jährige triumphierte bei seinem Heimrennen in Kvitfjell vor dem Kanadier James Crawford und dem österreichischen Olympiasieger Matthias Mayer. Von den Deutschen schaffte es wie immer an diesem Wochenende nur einer in die Top Ten. Diesmal war es Vizeweltmeister Romed Baumann als Zehnter.

«Versöhnlicher Abschluss» für Baumann

Der Routinier ist genauso für das Super-G-Saisonfinale der besten 25 Athleten qualifiziert wie seine Teamkollegen Andreas Sander und Josef Ferstl, die die Plätze 13 und 24 belegten. Dominik Schwaiger schied aus, darf in der Finalwoche im französischen Courchevel Mitte März aber mit Baumann und Ferstl in der Abfahrt starten. Simon Jocher, diesmal 29., konnte sich in keiner Disziplin qualifizieren.

«Es war ein versöhnlicher Abschluss», sagte Baumann über seine Leistung im Super-G. In der Abfahrt am Samstag, die der Südtiroler Dominik Paris gewonnen hatte, war er nur 17. geworden. Da hatte Ferstl als Zehnter für den deutschen Lichtblick gesorgt. Es habe eine ganze Weile gedauert, seinen Sturz im Training von Kitzbühel Mitte Januar und auch die für die deutschen Speed-Herren enttäuschenden Olympischen Winterspiele in China zu verarbeiten, sagte Ferstl. «Man muss immer den Harten markieren», sagte der 33-Jährige. Tatsächlich habe er sowohl mental als auch körperlich ganz schön kämpfen müssen.

Sander, der vor gut einem Jahr noch WM-Zweiter in der Abfahrt geworden war und am Samstag als 33. ein weiteres Mal in dieser für ihn so schwierigen Saison enttäuschte, wirkte nach dem Super-G am Sonntag wieder etwas zuversichtlicher. Hochmotiviert blicke er nun dem letzten Rennen in Courchevel entgegen, sagte der 32-Jährige. Vereinzelte Fahrten nach vorne sind für den Ennepetaler nach wie vor jederzeit drin. Dauerhaft ist er genau wie seine Teamkollegen aktuell aber nicht an der Weltspitze dran.

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