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Sportpolitik

DOSB-Chef sieht Sport in der Pandemie am «kritischen Punkt»

Berlin (dpa)

Der Deutsche Olympische Sportbund sieht den organisierten Sport in der Pandemie «an einem kritischen Punkt» angekommen.

Von dpa

DOSB-Präsident Thomas Weikert sieht den Sport an einem kritischen Punkt in der Pandemie. Foto: Marius Becker/dpa

«Von der Normalität sind wir meilenweit entfernt», sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert im Sportausschuss des Bundestages. Es gebe weiter einen leichten negativen Trend bei den Mitgliedern. Der Dachverband hatte bei einer Bestandserhebung für 2020 einen Rückgang von mehr als 792.000 Mitgliedern festgestellt.

«2022 wird ein hartes Jahr», prophezeite Weikert. «Diese Härten müssen wir in einem gemeinsamen Kraftakt zwischen Bund, Ländern und Sport angehen.» Es werde Jahre dauern, die Mitgliederzahlen wieder dahin zu bringen, wie es mal gewesen sei. Auch das Engagement der Ehrenamtlichen müsse gestützt werden. «Den Breitensport wieder zuzulassen, hätte den besten Effekt», sagte Weikert. Er denke auch an Steuererleichterungen bei der Ehrenamtspauschale. «Wir benötigen zwingend die Unterstützung der Politik», sagte er.

Auch im Deutschen Behindertensportverband sind die Sorgen in der Corona-Krise gewachsen. «Das hat beängstigende Auswirkungen», sagte dessen Präsident Friedhelm-Julius Beuchert. «Über 55 Prozent der Behinderten treiben keinen Sport. Das war vor der Pandemie.» Bei ersten Mitgliederzählungen sei festgestellt worden, dass sich die Zahl von 600.000 auf 511.000 Mitglieder reduziert habe. «Wir wissen nicht, wie wir das auffangen sollen», sagte Beuchert. Der Rehabilitationssport sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die ein Spitzensportverband allein nicht bewältigen könne.

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